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Eine Psycho-Seifenoper, im wahrsten Sinne des Wortes. Die schwierige und ungesunde Mutter-Sohn-Beziehung zw. Norman Bates und seiner Mama hätte man auch anders darstellen können und vor allem besser. Dass der blasse, verklemmte Norman bei den Damen so gut ankommt, ist schon unsinnig. Dass er nicht zumindest in U-Haft muss, obwohl sich in seinem unmittelbaren Umfeld die Todesfälle häufen, ist noch unglaubwürdiger. Was mich auch stört, das sind die vielen unnötigen Nebenschauplätze: Weil der Stoff sonst wohl nicht genug hergegeben hätte, müssen nun auch noch weitere mit Problemen geplagte Bates-Familienmitglieder auftauchen, während sich im nahegelegen Kaff Gangsterbanden einen Krieg um Cannabisfelder liefern und anfangs sogar Menschenhandel thematisiert wird. Die in der Gegenwart spielende Serie entfernt sich weit vom Hitchcock-Klassiker.