Review

Es ist okay, wenn ein schwedisches Urgestein wie Dolph Lundgren nach endlos vielen menschlichen Gegnern auch mal auf Zombies losgehen darf. Nicht okay ist, wenn die Geschichte besonders im Mittelteil lange auf der Stelle tritt und die Kamera phasenweise völlig den Überblick zu verlieren scheint.

In einer unbenannten asiatischen Region ist eine Epidemie aufgrund biotechnologischer Versuche ausgebrochen. Der ehemalige Spezialist der Delta Force, Max (Lundgren) hat die Aufgabe, Jude (Melanie Zanetti), die Tochter eines Industriellen aus dem Sperrgebiet zu befreien. Doch Max stößt bei seiner Mission nicht nur auf Infizierte…

Der etwas missglückte Einstieg mit Wackelkamera und schwacher Montage untermauert bereits, dass Autor und Regisseur Christopher Hatton beileibe kein Spezialist für Action ist.
Dabei ist Dolph nach wie vor in guter körperlicher Verfassung und teilt nicht nur mit Schusswaffen aus, etwa, als er im Verlauf an eine Laterne gekettet wird und beim Angriff recht gekonnt um sich tritt.

Solche Actionhighlights finden sich leider nur selten, denn obgleich die kleine Gruppe Überlebender recht treffend besetzt ist, wirken die Mimen durch die Bank gelangweilt, figurentechnisch entsteht zu wenig Dynamik und die eigentlich tauglichen Settings werden zu spärlich genutzt. Etwas skurril muten demgegenüber einige Kampfroboter an, welche sich später wie aus dem nichts zum Trupp der Überlebenskämpfer gesellen. Wohl aus Mangel an Kohle verwendete Hatton die Teile aus seinem eigenen Vorgänger „Robotropolis“ noch einmal. Schlecht sehen die weißen Gestalten nicht aus, doch der Trash-Faktor wird unweigerlich erhöht.

Und während der zeitweilig antreibende Score passabel daherkommt, fällt der Geschichte einfach nicht mehr ein, als gängige Muster üblicher Überlebenskämpfe im Endzeitszenario unmotiviert abzuspulen. Neben Einschüssen per CGI und einigen Messerschlitzen kommt es kaum zu Gewalteinlagen, für etwaige Fresseinlagen taugen die Zombies nicht, welche zwar flink unterwegs sind, im unübersichtlichen Gefuchtel der Kamera jedoch fast völlig untergehen.

Eine Handvoll markiger Bemerkungen lockern aufgrund der wie immer großartigen Synchro von Manfred Lehmann ein wenig auf, ein Feuereffekt kann sich ebenfalls sehen lassen, doch Spannung will sich bei alledem nur selten einstellen. Zudem sind die reinen Actionszenen arg begrenzt und allenfalls die letzten Minuten treiben ein wenig an. Insgesamt mangelt es dem Werk an Kniffen und Innovationen, - nur Zombie-Allesseher könnten einen vorsichtigen Blick riskieren.
4 von 10

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