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Ich bin mal wieder tierisch frustriert, und wenn ich frustriert bin, brauche ich Weltuntergänge oder andere Katastrophen. Das Konzept ist schön biestig - ein Tag im Jahr reinigen sich die Menschen, indem sie, ohne bestraft zu werden, ihre finstersten Triebe ausleben. Da der Film ja schon eine Fortsetzung hat, hier mein Konzept für einen Teil des Franchises, den ich sehen will: am Vorabend des Purge sitzt ein Lehrer über Klausuren. Er stellt fest, dass kein einziger sich an das hält, was er wieder und wieder erklärt und geübt hat. Keine der im Unterricht erarbeiteten Eselsbrücken wurde benutzt, niemand hat sich die in mühsamer Kleinarbeit korrigierten Arbeiten angeschaut, um wenigstens die sprachlichen Fehler zu reduzieren. Dann schlägt die Uhr sechs. Der Lehrer steht auf, schnappt sich einr große, schwere Eisenstange und... Äh, ja. The Purge. Guter Film, der spannende ethische Fragen aufwirft - ist eine Nacht des Hasses und der Gewalt, der Entmenschlichung und Negierung aller Ethik ein zu hoher Preis für 364 Tage Ruhe und Frieden? Und - warum kriege ich das Bild des manisch grinsenden Lehrers mit blutüberströmter Eisenstange nicht aus dem Kopf?

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