Inhalt:
China 1644. Han-Kaiser Aih Shi Chin, der einst von den Mönchen des Shaolin-Klosters in KungFu ausgebildet wurde, und die mörderische Prüfung durch die 18 Kämpfer aus Bronze absolvierte, ist von seinem Qing-Rivalen Lien Ti Chi getötet worden.
Seiner Frau gelang mit seinem jüngstem Sohn, Chang Chah (Cliff Lok) die Flucht nach Fukien, wo Chang von einem Freund seines Vaters aufgezogen wurde.
Chang´s Bruder, Chuen Lung (Pai Ying) wurde indessen von Lien Ti Chi an Kindes statt aufgenommen, und wurde nach dessem Tod zum neuen Kaiser gekrönt.
Chang Chah schloss sich den Rebellen im Süden an, und stieg bald zu ihrem Anführer auf. Nur 3 Männer kennen das Geheimnis der Herkunft Chuen´s und Chang´s.
Die Söhne (Kam Kong, David Tong Wai) des Generals Yen Pao, der einst die Mutter Chang´s und Chuen´s rettete, und die sich inzwischen auch den Rebellen angeschlossen haben, und der Shaolin-Verräter Ku Chun (Carter Wong) der Leibwächter und Vertraute des neuen Kaisers.
Die feindlichen Brüder wissen nichts über ihre Abstammung. Aber sie haben beide den Mut und den Siegeswillen ihres Vaters geerbt. Sie sind die Träger des Erbes der 18 Bronzekämpfer....
Nach dem Tod Yen Pao´s wird Chuen Lung von diesem durch eine Botschaft über seine Herkunft unterrichtet.
Doch dieser Kaiser...., sich durch und durch als Qing fühlend..., er will die Rebellen des Südens endlich vernichten. Und er begibt sich mit Ku Chun in das Krisengebiet Fukien.
Auch Chang Chah erfährt durch die Söhne Yen Paos von seiner Abkunft, und dass der neue Kaiser sein Bruder ist.
Chang Chah will mit seinem Bruder, dem Kaiser, reden. Doch eine offizielle Audienz ist kaum möglich, die Gefahr, dass Chuen Lung seinen Bruder töten lässt, ist viel zu groß!
So wird dem Kaiser in einem Bordell in Fukien eine Falle gestellt, und er wird von den Rebellen entführt..., Ku Chun ist letztendlich machtlos dagegen.
Chang Chah unterrichtet seinen Bruder, den Kaiser Chuen Lung, über ihre gemeinsame Herkunft..., doch glaubt ihm der Kaiser nicht.
Im Kloster der Shaolin gibt es indes Dokumente, die alles beweisen.
Chang ringt seinem Bruder das Versprechen ab, wenn er ihm diese Dokumente bringt, wird Chuen Lung die Ming-Dynastie wieder inthronisieren und seine Herrschaft als hanchinesischer Ming-Kaiser fortführen. Chang macht sich zum Kloster der Shaolin auf.
Doch um zum Abt des Klosters zu gelangen, muss Chang viele Kämpfe gegen die Mönche bestehen..., und auch gegen den Abt selbst kämpfen..., der die 12 Techniken des Shaolin-KungFu natürlich vollendet beherrscht....!
Wird es Chang Chah gelingen hier siegreich zu sein, die Dokumente zu erlangen und seinem Bruder zu zeigen...., und kann sich Chang Chah überhaupt darauf verlassen, dass Chuen Lung sein Wort hält ......?
Fazit:
Im Jahre 1976 drehte Regisseur Chan Siu-Pang diesen kurzen, knackigen KungFu-Eastern für das Mini-Label "Alex" Gouw Hiap Ho´s (Goldig-Films Ltd.), und dieser Streifen wird von den Fans des Genres als 3. Teil der "Bronzekämpfer"-Reihe gewertet.
Der Streifen weist nur 75 Minuten Laufzeit auf..., Längen gibt es also nicht, der Film hat eine relativ klare und einfache Handlung, und viele KungFu-Fights stehen hier natürlich im Zentrum des Geschehens.
Stringent und gar durchdacht geht Chan Siu-Pang den Plot seines Streifens an..., und so ist bereits nach 30 Minuten das Kloster der Shaolin von Cliff Lok erreicht, und damit ein Ziel dieses Films: Denn ab jetzt wird quasi 45 Minuten lang KungFu gefightet..., und die Kämpfe nehmen im Verlauf dieses gedehnten Action-Geschehens immer mehr an Intensität, Härte und dynamischen Choreographien zu.
Innerhalb der ersten 30 Minuten gelingt es Chan Siu-Pang das handlungstechnische Grundgerüst um 2 Männer, die selber Abstammung sind, und der eine will und muss um China´s Willen dies beweisen, aufzubauen.
Dann geht es im Kloster der Shaolin zur Sache..., Hauptdarsteller Cliff Lok muss mehrere Kämpfe gegen Mönchs-Formationen bestehen..., fintiert hierbei, da er es alleine gegen diese perfekt ausgebildeten Kämpfer natürlich schwer hat..., er hat aber einen unbändigen Willen und eine zähe Natur.
Zunächst nur KungFu..., dann muss Cliff Lok gegen die Stock-Fighter des Klosters antreten..., und diese roten Stöcke sind dicker und robuster als es die Bojutsu-Stangen gemeinhin sind.
Dann geht es gegen die Bronzekämpfer..., und auch gegen den Abt selbst.
Dieser Kampf gegen den Abt ist eine besondere Szene...., denn hier werden die 12 Techniken des Shaolin-KungFu explizit erklärt. Gelungen ist hier auch die Örtlichkeit die alles untermalt: Im Studio nachgebaut..., eine Art weitläufiger Terrasse auf dem Kloster..., mit Altären und Pavillon..., dort sitzt der Abt umgeben von den 18 Kämpfern aus Bronze. Für mich ist diese Sequenz irgendwie das Herzstück des Streifens.
Cliff Lok wird denn während dieser Kämpfe in seinem KungFu immer besser...., die Fights härter und dynamischer.
Zum Schluss kommt es im Endkampf zwischen Cliff Lok und Carter Wong zu einem Duell...., wie ein Pas de deux..., doch intensiv und ungemein verbissen geführt..., natürlich ein weiterer Höhepunkt des kurzweiligen Eastern Chan Siu-Pangs.
Insgesamt ist dieser Eastern auch schön verfilmt..., pittoreske Außenaufnahmen..., Schluchten, Wälder..., ein ausgetrocknetes Flussbett.
Und die besonderen Szenen im Kloster der Shaolin, ich erwähnte es bereits.
Cliff Lok spielt die Hauptrolle..., kein strahlender Held..., eher zurückhaltend, an das Gute glaubend..., fast eine ruhige, reservierte Performance..., schon besonders und eigentlich überraschend. Und er fightet agil und verbissen.
Pai Ying ist der Qing-Kaiser, der eigentlich ein Han ist. Ist er lernfähig..., ist er bereit seine Herkunft zu akzeptieren und auch danach zu handeln? Eher selbstsüchtig..., irgendwie eitel und verschlagen..., das trifft´s eher..., und Pai Ying spielt das überzeugend.
Carter Wong ist hier der Villain..., ein Verräter und getreuer Qing..., und ihm obliegt es, und nicht Pai Ying, hier Cliff Lok zum alles entscheidenden Duell zu fordern. Dass er ein exzellenter KungFu-Fighter ist, wissen die Fans des Genres, und er zeigt seinen athletischen Stil auch hier wieder.
Die Zahl der Gast-Stars ist beträchtlich..., Philip Ko ist als Mönch in einem der Fights Cliff Loks hinsichtlich der zu erkämpfenden Audienz beim Abt zu erspähen.
Villain-Haudegen Kam Kong ist einer der Rebellen..., so wie David Tong Wai.
Die schöne Chin Chi-Min ist ebenso zu entdecken wie Doris Lung Chen. Doris ist für mich eine der attraktivsten Darstellerinnen in der Eastern-Szene.
Überhaupt sind schöne Frauen dabei...., gerade im Bordell das Pai Ying vor seiner Entführung durch die Rebellen besucht. Selbst die etwas reifere Chefin des Bordells, dargestellt von der sehr weiblichen, sehr vollbusigen Chiu Ting, die das gewisse "Etwas" hat.
"The best of shaolin kung fu"..., so der originäre Titel dieses Eastern. Das klingt fast nach einem Namen für eine Kampfkunst-Dokumentation. Doch ist dies natürlich ein richtiger Spielfilm..., aber gerade die interessante Szenen mit dem Abt und den 12 Techniken des Shaolin-KungFu geben einen schönen Einblick in diese faszinierende Kampfkunst.
75 Minuten gehen schnell rum..., und die dt. Fassung ist ganz zum Schluss, nach dem abschließenden Duell relativ rasch zu Ende, das wirkte als ob ein bisschen Material fehlte. Eine Uncut-Version dürfte wohl noch etwas höher zu bewerten sein.
Ich gebe "Das Erbe der 18 Bronzekämpfer" 7,5/10 Punkte..., ein kurzer, respektabler Eastern "für zwischendurch".