Eines vorab: Ich habe so meine Probleme mit einheimischen Filmproduktionen. Ich bin vorrangig mit internationaler Ware aufgewachsen und ziemlich kritisch, wenn es um Filmideen aus Deutschland geht.
Manchmal werde ich überrascht. Der angenehm unaufgeregte ZDF-Fernsehfilm „Fluss des Lebens: Verloren am Amazonas“ von Carlo Rola ist so eine angenehme Überraschung. Die Schauspieler (allen voran: Isabell Gerschke) verstehen es, einen zu unterhalten. Die Storyline in der brasilianischen Landschaft lässt keinen Hänger zu. Natürlich gibt es storybedingt ein wenig „Herz-Schmerz“, doch niemals zu dick aufgetragen, und die Zähne bleiben von Karies verschont. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte vorhersehbar ist, aber zu keiner Zeit langweilt. Gerade die Szenen im Regenwald sind optisch ein Hingucker – und die Gerschke sowieso! Der Fernsehfilm scheint ein Teil einer Reihe von abgeschlossenen Filmen zu sein, die an berühmten Flüssen spielen. Ich werde mir mal einen weiteren Film anschauen - vielleicht werde ich wieder überrascht?
Fazit: Kann man sich ohne Folgebeschwerden antun. Unterhält im Rahmen deutscher Fernsehunterhaltung bestens.