Review

Ich werde mich ausnahmsweise kurz halten, denn über diesen Film gibt es nicht viel zu erzählen.

Es ist einer DER Filme, die man sich in Bezug auf schwere Drogensucht auf jeden Fall ansehen sollte. Kaum ein anderer Film geht derart intensiv und realistisch auf die H-Szene im Berlin der anfänglichen 80er Jahre ein. Kaum eine andere Darstellerin hat jemals eine Süchtige so überzeugend und so beängstigend authentisch gespielt.

Einen Schongang gibt es hier nicht, genauso wenig wie überzogene Gewaltdarstellungen. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt schonungslos den Werdegang von Christiane von den ersten neugierigen Versuchen, bis zu den depremierenden Versuchen, wieder normal zu leben und den Stoff zu vergessen. (Soviel zum Thema Hollywood Happyend!)

Der Film verhalf mir bereits in meiner Jugend zu dem Vorsatz, niemals, aber auch niemals Spritzen anzufassen. Wo Trainspotting noch mit etwas Witz, Satire und Sozialkritik daherkommt, ist "Christiane F. - Wir Kinder von Bahnhofszoo" nur noch grenzenlos direkt und schonungslos.

Eine bessere Darstellung dieser Szene gibt es IMHO nicht. 10 von 10 Punkten, weil alles passt: Stimmigkeit, Atmosphäre, schauspielerische Leistungen, Drehbuch/Handlung und natürlich auch die spärlichen FX.

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