Review

CARRIE
(Remake von 2013)

Eigentlich sollte es dieser Film sehr schwer haben, da ich den alten De Plama mit Sissy Spacek wunderbar finde, aber obwohl sich dieses Remake dicht an dem 76er Film orientiert,gibt es doch ein paar Gründe warum man ihn sich ansehen kann.
Aber ich fang lieber mit den negativen Eindrücken an. Sissy Spacek hatte eine optisch unglaublich tolle passende Ausstrahlung um die schüchterne graue Maus zu mimen, hier ist die neue Carrie viel zu ansehnlich ausgefallen und muss ständig durch schüchterne Blicke und hochgezogene Schultern gegenwirken, ihr fehlt einfach die passende Ausstrahlung.
Punkten kann der Film durch die Szenen in denen Carrie Telekinese anwendet, seien es die ersten unfreiwilligen Erlebnisse, die Abwehr der Mutter und natürlich das Finale. Hier gibt es einfach mehr zu sehen was dem Original vielleicht auch gut getan hätte. Das ist aber einfach Geschmackssache, ich vertrete aber generell die Meinung, dass ein Remake nicht per se schlecht geredet werden muss, nur weil man das Original gut findet, da das Remake nie die Daseinsberechtigung des Originals in Frage stellt. Der absolut zwingende Grund sich Carrie 2013 zu geben ist eindeutig JULIANNE MOORE Mein Gott wirkt die Frau krass, hexenlike, böse, innerlich zerrissen, psychopathisch und dämonisch. Schon ihr allererster Auftritt, ein kurzer Blick ins Gesicht hat mir mehr Gänsehaut beschert als das letzte Weihnachtsessen .Unglaublich intensiv.
Also, unterm Strich ein Remake der sich dicht am Original orientiert, also eigentlich eher keine Bereicherung darstellt, aber durch einige Effekte und vor allem Julianne Moore unbedingt sehenswert ist.

7/10

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