Review

Und wiedermal eine WWE Produktion, welche es einem in der Wrestling Welt beliebten Athleten ermöglicht sich als Actionheld in einem Direct to DVD/Blu-Ray Streifen zu beweisen. Nachdem Dwayne Jonson alias The Rock bereits zum recht respektablen Darsteller in Streifen wie "Welcome to the Jungle", "Faster" und 2 "Fast and Furious" Ablegern geschafft hat, scheint es so als ob jeder Muskelmann der durch den Ring turnt vor die Kamera tritt.
Nach John Cena, Steve Austin, The Miz und einigen mehr ist Randy Orton an der Reihe, der in "12 Rounds:Reloaded" sein Debut gibt.

Story:
Nick Malloy (Randy Orton) ist Sanitäter.
Gerade auf dem Heimweg, von einem gedigenen Kinoabend mit seiner Freundin( Cindy Busby), werden die beiden Zeugen eines Autounfalls. Trotz aller Versuche schafft es Nick leider nicht alle Personen zu retten.
Ein Jahr später...
Es scheint ein normaler Tag zu werden, als Nick seinen Dienst antritt.In den Nachrichten wird gezeigt das Goveneur Thomas Devlin vermisst wird, was aber erstmal nicht wirklich interessiert.
Als Nick zu einem Notfall gerufen wird,scheint es so als wäre alles Routine, zumindest bis er und sein Kollege feststellen das der Verletzte eine Bombe in sich trägt. Da klingelt das Telefon...
An der Strippe ist jemand der Malloy bedroht, seine Freundin zu töten, sollte dieser nicht an einem perfiden 12 Runden Spiel teilzunehmen. Malloy bleibt keine Wahl und er stimmt dem Spiel zu... Die Zeit läuft...

Nachdem schon der erste Teil, in welchem John Cena durch die Gegend gehetzt wurde bei mir nicht auf allzu großen Zuspruch gestoßen ist, war es der Name Roel Reine der mich veranlasst hat dem Nachfolger eine Chance zu geben.Reine der schon mit "Deathly Weapon" und den beiden "Death Race" Fortsetzungen recht gute Arbeit abgeliefert hat, kann mit "12 Rounds 2" aber leider nicht an die erwähnten Beispiele anknüpfen.

Schon zu Beginn wird klar das Reine nicht das selbe Budget zur Verfügung hatte, wie noch der von Renny Harlin gedrehte erste Teil,
so kommt der erste Unfall im Film schon nicht wirklich spannend daher und wirkt doch arg konstruiert... da ein Auto ein anderes leicht von der Seite rammt und in der nächsten Einstellung liegen beide auf dem Dach bzw. auf der Seite. Diese Szene hat schon direkt zu Beginn für ein Stirnrunzeln bei mir gesorgt.
Im weiteren Verlauf geht es dann Actionteschnisch  so weiter.
Glanzmomente sucht man vergebens und einzig einige Zeitlupen Explosionen, welche wie schon in "Death Race 2+3" zu sehen waren ,wissen zu gefallen.
Ansonsten rennt und fährt Orton durch die Gengend und versucht die Aufgaben zu lösen, leider sind diese recht unspannend, so das hier ein paar Ideen sicherlich wünschenswert gewesen wären. Auch wenn die Aufgaben eher lasch sind, schafft es Reine zumindest keine Längen aufkommen zu lassen und hält das Tempo hoch. So werden keine Verschnaufpausen gegönnt und es geht direkt von Aufgabe zu Aufgabe.
Die Autofahren auf welche im Gegensatz zum ersten Teil mehr als auf Rennen gesetzt wird, könnten aber auch spektakulärer dargeboten werden.
Kamp und ballerszenen sind leider auch spärlich gesäht.
Blutige Einschüsse gibts so gut wie keine, was womöglich daran liegen könnte das man den Film auch für ein jüngeres Publikum konzipiert hat. Das gekloppe beschränkt sich auf 2 recht kurze Szenen welche mit etwas mehr Drive und Ideenreichtum viel besser hätten werden können.
Wie sonst auch so oft durfte ich mich hier mal wieder darüber aufregen das Orten keinen Wrestlingmove vorführen darf...
Der Showdown ist dann ebenfalls ziemlich mau und passt sich dem Gesamtbild des Films an.

Neber der mauen Action kommen dann leider auch noch Misstände im Skript im Verlaufe des Films zum Vorschein, welche den "Filmgenuss" umso mehr verhageln...

Achtung Spoiler:

Spoiler Anfang:
So stellt sich erstens die Frage wie der Bösewicht Orton stehts mit Kameras verfolgen kann, egal wo dieser gerade ist. Zwar werden in einigen Szenen Überwachungskameras gezeigt, welche Orton aufnehmen und auf welche der Widersacher zugriff hat, aber überall gibts sicherlich keine.
Desweiteren stellte ich mir die Frage, warum die Polizei Malloys Frau nicht schützt, als sie erfährt das die Dame in Gefahr ist.
Naja die Polizei verhält sich sowieso recht dümmlich..
So schafft es Orton in einer Szene obwohl er von mindestens 12 Gesetzeshütern umstellt ist, zu entkommen...

Spoiler Ende.

Darstellerisch ist festzustellen, das man dem gesamten Cast eigentlich kein gutes Zeugnis austellen kann.
Wobei man sagen muss, das dass im B-Movie Bereich ja eh nicht allzu tragisch ist.
Zu Orton kann man sagen das er immerhin stets bemüht ist. Die Emotionalen Szenen nimmt man ihm aber zu keinem Zeitpunkt ab.
Auf One-liner wird weitest gehend verzichtet und seine Wrestlingskills werden wie gesagt nie ausgenutzt.
Brian Markinson welcher ja immerhin schon in Filmen wie "Apollo 13" oder "Stadt der Engel" mitgewirkt hat, übertreibt es in seiner Rolle meines errachtens ein wenig und overacted zu sehr.
Tom Stevenson welcher einen großen Teil des Films an Ortons Seite verbringt ist ein Totalausfall und hat mich teilweise echt genervt.

Fazit:
Leider wurde ich wie auch schon vom ersten Teil entäuscht und kann "12 Rounds:Reloaded" leider nicht viel abgewinnen.
Zu lasch inszenierte Action, Logikfehler, wenig Spannung und ein überforderter Hauptdarsteller.
Die wenigen nett anzuschauenden Explosionen retten den Film auf 3 Punkte.
Bisher für mich der schlechteste Roel Reine Film. 

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