Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 04.05.2013

Was in der 80ern mit Michael Knight und K.I.T.T. noch reiner SciFi-Trash war, dort beansprucht "Iron Man 3" technologische Umsetzbarkeit für sich. Mit Rückgriff auf die extrem rasante und entsprechend comichafte Entwicklung der Stark-Produkte schon in den ersten beiden Teilen erzählt Shane Black davon, wie sich der Mann von seinem Metall zu lösen beginnt. Der Anzug selbst ist immer weniger abhängig von seinem Schöpfer und umgekehrt, Fernsteuerung, Massenproduktion und Mobilität bestimmen die ethischen Diskurse des Films ebenso wie seine Special Effects und Actionsequenzen. Parallel dazu durchlebt Stark eine persönliche Krise, in der er auch die Nähe zur K.I. sucht, mit der die Anzüge gesteuert werden. Aus dem inneren Zwiespalt der Hauptfigur und den neuen (vor allem logistischen) Möglichkeiten des Anzugs entert Shane Black neue Bereiche, vor allem auch neue Komplexitätsebenen, die seinen Film grundsätzlich zum besten aller drei Filme macht, wenn auch nicht gerade zum charmantesten (diesen Titel wird der erste Teil wohl auch zukünftig für sich behalten).

Black und Downey Jr., das passt natürlich zusammen, und so ist es nicht verwunderlich, wenn der Star des Films nach wie vor einen Oneliner nach dem anderen spuckt. Ein unerwartetes Highlight bietet Ben Kingsley, dessen "Mandarin" anders ist, als man ihn eingeschätzt hätte. Die Schwächen ergeben sich oft eher im Detail, etwa bei dem recht schwach agierenden Kinderdarsteller, bei der maßlosen Überzeichnung von Guy Pearce im Prolog oder der überhasteten Art und Weise, wie im Epilog noch eben eine Lücke gestopft wird, mit der man nahezu eine weitere Fortsetzung hätte füllen können.

*weitere Informationen: siehe Profil

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