Mal wieder ein Trupp Überlebender gegen Zombiehorden, doch wenn die ganze Chose mit einem fast lächerlichen Budget von rund 5000 Dollar verwirklicht wurde, mag man sich bereits im Vorfeld ausmalen, dass es um die Ausstattung nicht sonderlich gut bestellt ist.
Die Geschichte der plötzlich auftretenden Infektionen beginnt an einem 15. März, als die Nerds Mark und Tom einen heben wollen und unvermittelt auf Zombiejäger Dwight Miller treffen. Kurzerhand schließen sie sich dem scheinbar erfahrenen Kämpfer an, um sich kurz darauf auf dem Land zu verbarrikadieren. Doch auch hier ist man nicht lange sicher vor den Untoten…
Das Projekt erscheint wie eine Wochenendarbeit einiger Freunde und Bekannte, die unter deutlichem Alkoholeinfluss ein wenig die Sau rauslassen wollten und dies mit einigen Camcordern festhielten. Dennoch geht die erste Viertelstunde in Ordnung, als die Nerds sympathisch eingeführt werden, in einer Videothek unsere weibliche Heldin etabliert wird und Dwight Miller sogar ein kleines Geheimnis zu verbergen scheint.
Doch sobald nach rund zwanzig Minuten die ersten Zombies erscheinen, wendet sich das Blatt schlagartig. Die Maske ist grundlegend dahin geschnoddert, einzelne Latexklumpen wurden erst gar nicht richtig im Gesicht verteilt und entsprechend wenig überzeugend erscheinen die deutlich als Laien umhergeisternden Untoten, welche noch nicht einmal sichtlich zubeißen. Richtig übel ist auch die Choreographie, denn zuweilen verfehlen Schläge und Hiebe über zehn Zentimeter das Ziel, während andere bereits vorm Ausholen des Gegners in die Knie gehen. Auch die wenigen CGI Wunden können nicht ansatzweise überzeugen, denn ansonsten ist in Sachen Blutgehalt lediglich ein Biss in den Hals auszumachen.
Immerhin können ein passables Tempo und viel Bewegung noch kleinere Schwachstellen innerhalb des überraschungsfreien Treibens kaschieren, denn vielmehr als von A nach B zu wandern, sich zwischenzeitlich zu verbarrikadieren und auf weitere Überlebende zu treffen geschieht schlichtweg nicht. Weitere Figurenzeichnungen bleiben indes komplett aus, der Hintergrund der Epidemie bleibt bis zum Schluss ungeklärt und wer gegen Showdown noch auf Überraschungen oder gar unerwartete Wendungen hofft, dürfte angesichts des weitgehend offenen Ausgangs enttäuscht den Abspann verfolgen.
Natürlich darf bei einem Mikro-Budget von 5000 Batzen nicht viel erwartet werden, doch wer als Filmemacher nach solidem B-Movie strebt, sollte sich mit aufwendigen Szenen eher zurückhalten, als die volle Wucht der Unzulänglichkeiten preiszugeben.
Mag sein, dass dem einen oder anderen die sehr spezielle Art des Humors zusagt, oder Trashfreunde auf die überaus billige Darstellung der Untoten abfahren, doch wer auch nur geringe Ansprüche an einen passablen Zombiefilm hegt, dürfte bei diesem Streifen in keinerlei Hinsicht fündig werden.
2,5 von 10