Mit einer durchdachten Rettungsaktion befreien Luke Skywalker, gespielt von Mark Hamill, und Prinzessin Leia, gespielt von Carrie Fisher, Han Solo, gespielt von Harrison Ford, und machen sich daraufhin mit den restlichen Rebelen auf den Weg nach Endor, um dort das Schutzschild des Todessterns für einen Angriff auszuschalten, während sich Luke Darth Vader und dem Imperator stellt.
Den dritten und letzten Teil der ersten "Star Wars"-Trilogie, der, wie seine Vorgänger ebenfalls den Kultstatus erreichte, sehe ich immer mit gemischten Gefühlen. Einerseits erreicht Trilogie hier sowohl qualitativ, als auch quantitativ den Höchststand, was die Action-Szenen angeht und beendet die Reihe durchaus zufrieden stellend, andererseits bleibt jedoch der Beigeschmack, dass noch mehr drin gewesen wäre, wenn man auf Naivitäten, die bereits "Krieg der Sterne" deutlich die Fahrt nahmen verzichtet und das düstere, spannende Konzept von "Das Imperium schlägt zurück" beibehalten hätte.
Regie führte Richard Marquand, der vor seinem plötzlichen Tod durch einen Herzinfakt unter anderem noch mit "Das Messer" in Erscheinung treten konnte. Optisch gelingt ihm dabei sogar der beste Teil der alten Trilogie. Die Action-Szenen sind, verglichen mit den beiden Vorgängern sehr fortschrittlich und sind immer noch überaus sehenswert. Das Design ist einmal mehr sehr futuristisch und auch die Maske ist gut gelungen, so ergibt sich alles in allem ein enorm hoher Schauwert. Musikalisch ist das Werk dabei einmal mehr perfekt mit den Klängen von John Williams unterlegt, die die Action-Szenen perfekt untermalen, aber auch jenseits der Schlachten und Kämpfe Höhepunkte setzten und eine gespannte Atmosphäre kreieren. Das Erzähltempo ist ebenfalls ganz gut gewählt, auch wenn sich der Anfang, die Befreiung Han Solos in meinen Augen etwas zäh in die Länge zieht, aber ansonsten beweist Marquand ein glückliches Händchen, sodass ein ordentlicher Spannungsbogen gelingt und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" zum Ende hin immer mehr Fahrt aufnimmt.
Wie gesagt bleibt aber zu bemängeln, dass keine düstere Atmosphäre aufgebaut wird. Einen Anteil daran trägt Marquand, der ein kindgerechtes Werk abliefern will und auf düstere Momente weitestgehend verzichtet, diesmal lieber niedliche Teddy-Bären einsetzt, statt ein paar furchteinflößende Kreaturen einzubauen und darüber hinaus auf blutige Szenen verzichtet. Aber auch bei der Story gibt es zu viele Naivitäten, die einen faden Beigeschmack hinterlassen. Anders als beim zweiten Teil ahnt man hier schon sehr früh, allein schon aufgrund des Titels, dass wohl alles gut werden wird.
Ansonsten ist die Story, die aus der Feder von George Lucas stammt, aber ganz gut gelungen. Die Charaktere werden nach dem zweiten Teil noch ein bisschen tiefer gezeichnet, der Konflikt zwischen Gut und Böse erreicht hier seinen Höhepunkt und die bizarre Vater-Sohn-Beziehung von Vader und Skywalker wird aufgelöst. Der Plot hat die eine oder andere unvorhersehbare Wendung, erfindet das Rad aber auch nicht neu und läuft zu kalkulierbar auf das Happy End hinaus, beendet die gesamte Reihe aber schlüssig und gelungen, womit die Story auf jeden Fall ihren Zweck erfüllt.
Darstellerisch gibt es bei Mark Hamill erneut einen Fortschritt zu verzeichnen, dennoch spielt er die Rolle auch weiterhin zu glatt herunter, zeigt nicht die Geringsten Ecken und Kanten und geht damit neben dem enorm starken und charismatischen Harrison Ford, der hier erneut eine sehr überzeugende Leistung an den Tag legt, leider unter. Kein Wunder also, dass man nach der "Star Wars"-Trilogie nicht mehr sonderlich viel von ihm zu sehen bekommen hat. Selbiges gilt auch für Carrie Fisher, die sicherlich keine schlechte Leistung bringt, aber auch nicht über ein solides Niveau hinauskommt, allerdings noch einen Tick besser als Hamill spielt. Der restliche Cast ist solide.
Fazit:
Optisch erreicht die ursprüngliche "Star Wars"-Trilogie hier ihren Höhepunkt, der die Saga souverän abschließt und mit quantitativ sehr wohlwollend gesäten und qualitativ gelungenen Action-Szenen bestens unterhält. Leider wird die düstere Atmosphäre des zweiten Teils dabei jedoch nicht erreicht, da der Film zu naiv und kindgerecht geworden ist und auch die Darstellungen von Mark Hamill und Carrie Fisher sind zwar ganz gut, aber durchaus ausbaufähig.
79%