In Texarcana geht 1946/47 ein Killer um, der Liebespaare abmurkst und ein Säckchen über dem Gesicht trägt.
Etwaige Verwandtschaft zu einem anderen Maskenträger aus der Mitte der Siebziger gibt es nicht und deswegen versucht man es hier mit pseudodokumentarischen Bezügen.
Dennoch ist "Phantomkiller" ein ungemein mißlungener Film, ungeachtet der Tatsache, ob er auf Tatsachen beruht oder man sich die Story aus den Fingern gelutscht hat. Es gibt einen Off-Kommentator, der uns die Sache spannend machen will und reichlich ermittelnde Beamte, allen voran Ben Johnson als kerniger Texas Ranger, die dem Killer habhaft werden wollen. Der jedoch stellt sich gar nicht so blöd an und metzelt munter weiter.
Zwischendurch jedoch dreht der Film immer wieder im Leerlauf und das nicht zu knapp. Das Leben in der Kleinstadt der 40er war wohl witzig, deswegen bekommen wir viel davon zu sehen. Dazu noch einige Episoden alberner Bauart mit den tumben Beamten und viel, viel Streckmaterial.
Dabei haben die Szenen mit dem Killer durchaus Atmosphäre, nur sind sie meistens überlang gedehnt und bringen nicht gerade wahnsinnig viel auf die lange Sicht. Da heißt es immer mal wieder vorspulen, bis es nicht mehr geht und dabei verpaßt man nichts.
Verpassen kann man getrost auch das Ende, welches keins ist, um noch einen blöden Schlußgag ranzuhängen. Den Killer bekommt man jedenfalls nicht, sein Ende bleibt offen und dennoch müssen wir uns noch anhören, was allen Beteiligten sonst noch so zugestoßen ist, seit dem Ende der Jagd.
Das bringt den Zuschauer auf die Idee, es hier mit einem mißkonzipierten TV-Film zu tun zu haben, der sich irgendwie in die Kinos verirrt hat, ohne einen akzeptablen Spannungsbogen zu generieren, weil ihm die zahllosen Längen immer wieder die Luft rauslassen. Wenn gar nichts läuft, lieber ausmachen und ein Stündchen schlafen. Bringt mehr! (2/10)