Review

kurz angerissen*

Bisweilen ist schwer einzuschätzen, als was dieser frühe Slasher-Prototyp in die Geschichte eingehen wollte – als fahrige Slapstick-Komödie, als Kriminalfilm mit Realitätseffekt oder als Serienkiller-Thriller. Ein Sensationen versprechender Off-Kommentator sorgt für eine narrative Metaebene, die an den Ton typischer Aufklärungsreportagen der 70er Jahre angelehnt ist und eine merkwürdige Distanz zur Handlung schafft, die es schwer macht, selbige ernst zu nehmen. Ein Unterfangen, das letztlich ohnehin scheitern muss, weil jeder Ansatz von Suspense gleich in der nächsten Szene mit comichaftem Humor aufgebrochen wird – nicht etwa mit erleichternder Wirkung, sondern Verwirrung stiftend. Wie soll man auch den Killer ernst nehmen, wenn schon seine Jäger in Frauenkleidung zur Tat schreiten oder seine Opfer jedes noch so dämliche Prom-Night-Klischee mitnehmen?

Dass man sich für ein Remake fast 40 Jahre später doch noch an den Film erinnert hat, liegt wohl auch an seiner Absurdität, die von einer ganz besonderen Sequenz gekrönt wird – der phallischen Tötung durch ein Messer, das an eine Trompete gebunden wurde und immer dann zusticht, wenn der Mörder mit erregten Augen unter seiner dummen Kapuze herzhaft hineinbläst. Ein Moment vollkommener Absurdität, die ohne Bilder schwer zu vermitteln ist und doch geradezu symbolisch für das Gesamtwerk steht.

*weitere Informationen: siehe Profil

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