Kleinere Spoiler mit im Text
Pain & Gain
Das dieser Film von Michael Bay (Transformers, Bad Boys) ist, glaubt man zunächst nicht. In ein paar Einstellungen vermag man den typischen Bay-Style zu entdecken, doch passt die Thematik eigentlich nicht zu dem Pyromanen aus Hollywood. Aber es ist/war ja das Herzensprojekt von Bay. Pain & Gain beruht auf einer wahren Geschichte, was die ganze Sache zudem lustig macht, auf der anderen Seite jedoch auch sehr erschreckend ist. In wie weit die gezeigten Ereignisse der Wahrheit entsprechen bleibt jedoch dahingestellt.
Mit Mark Wahlberg (Transformers: Ära des Untergangs), Dwayne „The Rock“ Johnson (Hercules), Anthony Mackie (Real Steel), Tony Shalhoub (Monk, 13 Geister) und Ed Harris (The Rock) kann der Film mit einigen Hochkarätern auftrumpfen. Auch in den Nebenrollen sieht man das ein oder andere bekannte Gesicht. Wie Eingangs bereits erwähnt, basiert der Film wohl auf einer wahren Geschichte. Daniel (Mark Wahlberg) arbeitet in einem Fitness Studio und ist ein Personal Trainer. Dabei lernt er den reichen Victor kennen, der ihm erzählt wieviel Geld er besitzt. Nachdem Daniel ein Seminar in Form von „DU schaffst alles was du willst“ besucht hat, kommt er auf die grandiose Idee Victor zu entführen und ihn dabei zu zwingen, ihm alle seine Besitztümer und sein Geld zu überschreiben. Dazu holt er sich noch seinen Buddy Adrian (Anthony Mackie) und den gerade aus dem Knast kommenden, etwas Jesus verrückten Paul (Dwayne Johnson) mit ins Boot. Nachdem die drei einen meisterhaften Plan in die Tat umgesetzt haben, versuchen sie nun von Victor die Unterschrift auf die benötigten Dokumente zu bekommen. Doch nicht alles läuft immer so glatt wie gedacht und Victor entpuppt sich als ein Mann der vielleicht mehr an seinem Geld, anstatt an seinem Leben hängt zu sein.
Die Story kommt mit einer Menge an Witz um die Ecke. Da alle drei Akteure der Gang nicht unbedingt die schlausten sind, vor allem „The Rock“ schießt hin und wieder den Vogel ab, hat der Film sehr gute Szenen in denen man ordentlich schmunzeln kann. Auch um dumme Sprüche ist der Film nicht verlegen und der ein oder andere One-Liner verirrt sich ebenfalls in die Dialoge. Dazu kommt ebenfalls eine ganze Menge an Action, was ich so vielleicht gar nicht gedacht hatte zu Beginn des Films. Der Film ist eine gute Mischung aus Action, Witz und Fitness und das macht ihn so sehenswert. Die Schauspieler machen alle einen soliden Eindruck und nerven nicht herum. Die Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen und durch die Dummheit der Filmstars, die natürlich gespielt ist, kann man auch eine Menge lachen. Der Plot ist einfach und sehr simpel, kommt allerdings in der Mitte des Films leicht ins Trudeln und zeigt damit unnötige Längen auf. Richtig langweilig wird einem nicht, dennoch verliert der Film dadurch an Tempo. Ein untypischer Film für unseren Michael Bay, dennoch setzt er die Geschichte gut in Szene und weiß wie man den Zuschauer unterhält. Hin und wieder darf er dabei auch von unten nach oben gegen das Licht Filmen und so erkennt man dann auch die Handschrift von Bay nur zu gut.
Fazit: „Pain & Gain“ ist kein Film der ausschließlich Fitness-Freaks Spaß machen wird, auch wenn man das nach dem Trailer vielleicht vermuten mag. Der Film lohnt einen Blick und kann auf der gesamten Linie überzeugen. Mit Humor, Action und einem Hauch von Spannung gelingt es dem Film seinen Zuschauen sehr gekonnt zu unterhalten und auch die kleinen Längen in der Mitte tragen nicht dazu bei, dass einem langweilig wird. Die Schauspieler und die zum Teil sehr witzigen Dialoge sind ebenfalls sehr sehenswert und tragen ihren Teil zur guten Unterhaltung bei. Michael Bay ist eine wirklich witzige Action-Komödie gelungen die auch nicht ganz ohne ist. Sex, Drugs and Fitness machen Pain & Gain zu einem Film den man sich ohne Angst ansehen kann und der einem einen schönen und entspannten Abend beschert.
Persönliche Wertung: 8/10 Punkten.
„Mein Name ist Daniel und ich lebe für Fitness!“