Review

Mit allen Wassern gewaschen

„God of Gamblers“ lässt irgendwo zwischen Woo und Soderbergh Chow Yun-Fat als gewieftesten und begabtesten Glücksspieler der Welt gegen Gedächtnisverlust und Gangster antreten… Ein Hong Kong-Feuerwerk der Extraklasse! 

Honig mit Ass im Kopf 

Egal ob man John Woos epische Pistolenschlachtplatten a la „Bullet In The Head“ oder Casinoszenen aus James Bond oder „Rounders“ bevorzugt - dieser Hong Kong-Geheimtipp verbindet beide Welten nahezu ideal. Klar eher charakterbezogen und auf der zockenden Seite des Gangsterlebens - dennoch gibt’s auch ein paar saftige Shootouts im hartgekochten Stil. Chow Yun-Fat kann beides, das beweist er hier eindrucksvoll. Seine Aura und sein Schalk im Nacken verschmelzen zu seiner Einmaligkeit. Der whacky Hong Kong-Slapstick-Humor ist nicht jedermanns Sache. Aber die Übergänge zwischen all den verschiedenen Einflüssen sind hier so fließend, so lebendig, so organisch, dass einen fast gar nichts stört. „God of Gamblers“ ist stylisch, clever und an einigen Stellen hart, an anderen Stellen überraschend gefühlvoll. Hier fasst ein Rädchen einfach gut ins nächste. Eine Perle, die in Jing Wongs extrem breiter Filmographie definitiv nicht untergehen sollte. Trickreich und toll! 

Fazit: Paraderolle für Chow Yun-Fat, coole Zockeraktionen, stylisches Hong Kong-80er-Flair, weiße Anzüge, aber keine weiße Westen - „Do San“ ist noch immer ein Geheimtipp und ein Gewinner! 

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