Review
von Blaine
Professor Joseph Coupland hat im Jahr 1974 eine besondere Patientin an der Universität von Oxford namens Jane Harper. Jane scheint besessen von einem Geist namens Evie zu sein, und sie kann unter anderem Dinge durch den Raum bewegen und wirkt dadurch bedrohlich auf ihre Umgebung. Jane selbst hat keinen Einfluss darauf, wann Evie auftaucht. Zusammen mit seinen Studenten Krissi, Harry und Brian, dem Kameramann, versucht Professor Coupland seine Patientin weiterhin zu erforschen. Doch als die Universität ihm die Unterstützung verweigert, muss er ohne diese weiter machen, ohne da schon zu ahnen, dass dies in einer Katastrophe enden wird. Was genau hinter Janes psychischen Störungen steckt, ist noch unklar, aber Coupland setzt alles daran das Geheimnis zu lüften und Jane zu heilen...
Wertung:
"The Quiet Ones" ist einer von vielen Filmen, in welchen es um Besessenheit geht. Hier ist die Besessene Jane Harper und sie wird von einem Dämon namens Evie heimgesucht (aufgrund der Spoilergefahr wird hier jetzt nicht weiter auf diesen Sachverhalt eingegangen). Typischerweise ist es in diesem Untergenre des Horrors meistens der Fall, dass es zu übersinnlichen Phänomenen z. B. in Form von telekinetischen Aktivitäten, Gewalt gegen die Personen, die den Betroffenen heilen möchten, und seltsamen Zeichen kommt. Diese haben dann meistens eine weitere Bedeutung für die Lösung und Erklärung des Übersinnlichen. Damit reiht sich dieser Film in ganz viele gleichartige Filme dieser Machart ein, zuletzt war die "Conjuring-Reihe" dort sehr erfolgreich, wenngleich letztere einen deutlich gruseligeren und schreckhafteren Aspekt bedienten und deutlich umfangreicher ist, als das bei "The Quiet Ones" der Fall gewesen ist. Der Film selbst ist zwar von der Geschichte her logisch allerdings wird drum herum wenig geboten, gerade auch was den Hintergrund der Besessenheit angeht. Ein winziges Detail sorgt praktisch dafür, dass die Wahrheit ans Licht kommt, und gerade das ist es, was den Film etwas gekünstelt erscheinen lässt, wenngleich er sich an wahren Begebenheiten orientieren soll. Das wird wiederum untermauert durch die Sequenzen, die gerade am Ende auftauchen. Somit spielt auch dieser Film mit der Frage, ob es sich um echte Ereignisse handelt.
Ein gewisser Dramaaspekt ist neben Mystery-Elementen ebenfalls vorhanden. Großteilig ist aber einfach von einem klassischen Horrorfilm auszugehen, der mich leider nicht gänzlich überzeugen kann. Er ist sicherlich oberhalb des Mittelwertes angesiedelt aber mehr auch nicht. An Schauspielern ist einzig Olivia Cooke als Jane Harper für mich überzeugend, ansonsten wirkt der gesamte Cast eher Standard ohne sonderlich herausragende Leistungen. Warum der Film nun genau "The Quiet Ones" heißt, erschließt sich mir leider nicht oder ich habe es nicht mitbekommen. Insgesamt gerade so 06/10 Punkte.