Review

Inhalt:

China im ausgehenden 13. Jahrhundert. Die südliche Sung-Dynastie wird von den Tartaren massiv bedroht. Mit den Tartaren kollaborieren die Prinzen (Johnny Wang Lung Wei und Jason Pai Piao) der nördlichen Liao-Provinz und ihr Scherge Pan Mei, der Vater der Königin von Liao.

Auf ihrem Weg, die Grenzregion als Einmarschbasis für die Tartaren zu gewinnen, gilt es, den Yang-Clan um Yang Ye und dessen 7 Söhne auszlöschen, gelten diese doch als sung-loyal.
Hierzu lassen die Prinzen und Pan Mei nahe Jinsha die Yangs in die Falle tappen. Yang Ye und 5 seiner Söhne fallen im Kampf.
Nur 2 Söhnen gelingt die Flucht: Sohn 6 (Alexander Fu Sheng), der nach der Niederlage von Jinsha einen schweren Nervenschock erlitten hat, und das Haus seiner Mutter (Lily Li) und seiner Schwestern (u.a. Yang Ching Ching) erreicht.

Und Sohn 5 (Lau Kar Fei, der durch die Sümpfe Jinsha´s irrt, und zunächst Zuflucht bei einem Jäger (Lau Kar Leung) findet.

Die Yangs stehen unter Hausarrest, haben aber zunächst genug damit zu tun, den immer irrsinniger werdenden Sohn 6 in Zaum zu halten.
Derweil haben die Häscher um die Liao-Prinzen den Unterschlupf von Sohn 5 gefunden, töten den Jäger, und Sohn 5 flieht..., und beschließt, dem Rat des Jägers zu folgen, und seine Ungestümtheit zu zügeln.

Hierzu beschließt er, sein KungFu bei den Mönchen des Qingliang-Klosters in den WuTai-Bergen zu verbessern. Nach starken Widerständen tritt er in das Kloster ein, trotz massiver Bedenken der Meister.
Die Mönche sind bekannt für ihre tödliche Stocktechnik. An Wolfs-Attrappen üben sie exzessiv diese Technik. Auch für Sohn 5 beginnt ein mörderisches Training.

Unterdessen erhalten die Yang-Damen Besuch vom Master 8 des Klosters, der Vorbereitungen hinsichtlich der Beisetzung der gefallen Yangs in deren Haus treffen will. Er verrät der Mutter und den Schwestern Yang, dass sich Sohn 5 im Kloster aufhält.
Der Master wird kurz darauf in der Stadt getötet!

Die Yangs beschließen, dass Tochter 8 ("Kara" Hui Ying Hung) sich auf den Weg zum Kloster macht, um Kontakt zu ihrem Bruder aufzunehmen.
Durch eine List gelingt es ihr, das streng bewachte Haus zu verlassen. Die Prinzen von Liao, Pan Mei und ihre Schergen sind ihr jedoch auf der Spur, als sie in einer Herberge in der Nähe des Klosters Zuflucht findet.
Die Männer stürmen die Herberge, setzen Tochter 8 nach fulminantem Kampf gefangen und lassen bewusst den Diener laufen, in der Hoffnung, dieser wird Sohn 5 dazu bewegen, seine Schwester zu befreien.

Und so geschieht es, der Abt lässt Sohn 5 ziehen, er zeigt Verständnis für sein Handeln.

Es kommt in der Herberge zum langen, mörderischen Show-Down, bei dem sich Sohn 5 auch durch das Handycap seine Tochter huckepack zu nehmen, nicht stoppen lässt....

Fazit:

Lau Kar Leung hat mit dem Film "The eight diagram pole fighter" einen geradezu atemberaubenden Eastern geschaffen. Den Film empfand ich als nahezu perfekt gelungen. Er enthält alles, was einen spektakulären Eastern ausmacht: Eine spannende Story, interessante Darsteller mit herausragendem Können, dazu KungFu von mitreißender Rasanz und äußerster Intensität und Dynamik.

Der Streifen ist -obwohl nicht andauernd gekämpft wird, und es eigentlich auch ruhige Dialog-Passagen gibt- von einer gewissen Rastlosigkeit geprägt. Das Tempo ist ausgesprochen hoch, Lau Kar Leung´s Ansprüche an seine Darsteller sind hoch, und er ist ein quirliger Regisseur, der nicht ruhig in seinem Regiestuhl sitzen kann.

Er mischt selber mit, und ist bekannt dafür, bei der Kampf-Regie alles seinen Darstellern vorzumachen, jede Sequenz akribisch vorzubereiten. Und das sieht man diesem Movie an. Das ganze ist ein überaus intensiver Film, die Action ist langgezogen, überaus temporeich, atemberaubend mitreißend, und ob das ganze ohne Verletzungen/Blessuren abging, wage ich zu bezweifeln.

Auch die Trainingssequenzen im Kloster sind rasant und von hohem Intensitäts-Faktor, der Stockkampf, an Wolfs-Attrappen geübt, so etwas habe ich noch nicht gesehen, Lau Kar Leung zeigt hier originelles, und hält seine Crew in pausenloser Betriebsamkeit.

Der Film ist zudem von filmhistorischer Bedeutung. Es dürfte einer der größten finanziellen Erfolge in der Spät-Phase des Shaw-Studios gewesen sein, und es ist der letzte Film des SuperStars Alexander Fu Sheng. Das bringt mich zu den Darstellern...

Lau Kar Fei, der Adoptiv-Bruder des Regisseurs, er spielt die Hauptrolle, und diese Mönchs-Rollen mit safrangelber Kutte sind ihm nunmal seit 36th-Chamber-Zeiten auf den Leib geschneidert, auch hier überzeugt er sowohl kampftechnisch als auch darstellerisch. Er spielt die Unbeherrschtheit seiner Figur geradezu exzessiv, klasse!

Und Alexander Fu Sheng? Nun, dies ist eher eine Nebenrolle, aber was für eine? Sein Part wäre wohl größer gewesen, wenn sein Unfall-Tod nicht geschehen wäre und man die Rolle hätte dadurch kleinschreiben müssen. Er spielt einen der Söhne, welcher nachdem sein Vater und seine Brüder gefallen sind, einen schweren Nervenschock erleidet, und dies schreiend und tobend. Fu Sheng spielt diese Rolle mit hoher Intensität! Chapeau!

Der heimliche Star ist aber für mich hier "Kara" Hui Ying Hung. Was sie hier kampftechnisch biete, alle Achtung. Auch sie spielt ihre Rolle hier mit hoher schauspielerischer Intensität und hohem körperlichen Einsatz, bravo Kara!

"The eight diagram pole fighter", ein hervorragender Eastern, bei dem eigentlich alles stimmt. Okay, manches ist vielleicht hektisch, es ist ein atemberaubendes Tempo vor allem bei den Fights. 
Für mich ist "The eight diagram pole fighter" ein kleines Shaw-Juwel..., dafür gibt es hervorragende 9/10 Punkte. 

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