Die Yangs werden verraten und bei einer großen Schlacht sterben Vater Yang und fünf der sieben Söhne. Einer der überlebenden Söhne verliert den Verstand, der andere wendet sich Buddha zu. Doch die Bedrohung für die Familie ist damit keineswegs vorbei.
Die Shaw Brothers waren in den 60er-80er Jahren Garanten für hochwertige Kung-Fu Filme und zeichnen für einige große Klassiker verantwortlich.
Und auch Der Todesspeer des Shaolin bietet all die Zutaten, die jene alten Streifen so sehenswert machen. Insbesondere die Kampfchoreographien sind hier exzellent gelungen und beeindrucken mit Kreativität, Abwechslung und ganz enormer Akrobatik. Die Leistungen der Darstellenden sind hier wahrlich bemerkenswert. In einer der besten Szenen hängt eine Frau kopfüber im Spagat von einigen Lanzen gehalten in der Luft. Wow.
Dabei sind die Kämpfe für Shaw Brothers Verhältnisse relativ brutal und blutig geraten. Speziell der finale Kampf hat es in sich, werden doch eine ganze Menge Gegner nicht nur blutig erschlagen oder durchbohrt, sondern auch schmerzhaft entzahnt. Autsch.
Die Ausstattung bei Indoor-Szenen ist schlicht opulent. Da wird für's Auge eine Menge geboten. Die "Außendrehs" sind etwas einfacher gestaltet, aber die Studiosets sind einfach charmant.
Leider haben mich ein paar Dinge auch arg genervt. Einerseits ist da der Buder, der nicht mehr bei Sinnen ist. Er schreit fast nur und greift alles und jeden an, einschließlich Mutter und Schwestern. Das ist eine Weile okay, wird irgendwann aber einfach anstrengend.
Anstrengend ist diesmal auch das maßlos übertriebene Overacting. Ja, kennt man, ist nicht neu, das nimmt hier aber Ausmaße an, die nicht mehr schön sind.
Ziemlich lächerlich kommt dann die Namensgebung innerhalb der Familie Yang daher. Die sprechen sich nämlich nur mit Zahlen an, Sechster Bruder, Fünfter Bruder, Achte und Neunte Schwester, von denen es übrigens nur zwei gibt. Zählen fällt also auch schwer.
Optisch feiner Martial Arts Film mit herausragender Akrobatik und genialen Choreographien. Nervt aber mit zu viel Overacting und Geschrei. Dennoch auf jeden Fall sehenswert.