Hongkong und Kung-Fu-Filme sind eigentlich unzertrennbar miteinander verbunden und bei der Menge, die spätestens seit den Siebzigern auf die Fans einprasselte, dürfte so manche Perle grundlos untergegangen sein. Der Streifen von Regisseur Richard Yeung Kuen gehört zu jenen Werken, die mit viel Action garniert an eine Mischung aus „Die sieben Samurai“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ erinnern.
Kwong ist ein arroganter Kämpfer und gilt als unbesiegbar. Mehrere Schulen ließ er bereits schließen und einige Meister wurden getötet. Nun ist es an einer Gruppe mutiger Kämpfer, den eitlen Fatzke vom hohen Ross zu stoßen…
Das Intro präsentiert die Kämpfer mit verschiedenen Trockenübungen, was nicht unbedingt interessant erscheint. Wirksamer ist es, einen Kämpfer in Aktion zu präsentieren, wie den Bösewicht, der nach einigen Konfrontationen mit Freiwilligen keine Gefangenen macht.
Danach beginnt eine Art Road Movie zwischen Wald, Wiese und Wasser.
Denn ein alter Lehrer und seine Tochter ziehen durch die Gegend, um fähige Kämpfer aufzugabeln, wobei sich ein Kellner stets aufdrängt, einige lange zögern und wieder andere eher zufällig zur Gruppe stoßen, wie ein Fährmann, der Schabernack auf dem Boot treibt.
Obgleich im Mittelteil nicht allzu häufig gekämpft wird, ist die Mischung sympathisch, die Figuren kommen trotz mangelnder Schauspielkunst gut rüber und die häufig wechselnden Kulissen sorgen für Abwechslung.
Natürlich liegt der Fokus auf den Martial Arts Einlagen, welche von zumeist echten Kämpfern bestritten werden. Hier muss nicht mit Kameraperspektiven oder spezieller Schnitttechnik gearbeitet werden, - im Gegenteil, denn die Kamera hält meistens nur drauf, was absolut zweckdienlich ist. Der vorrangige Kampfstil ist Kung Fu (mit mehreren Unterordnungen wie Tigerkralle oder Affentechnik), es kommt jedoch auch ein wenig Karate zum Vorschein. Sonderlich hart geht es allerdings nicht zur Sache, denn diverse Knochenbrüche werden allenfalls angedeutet und blutige Füße werden durch hellrote Farbe suggeriert.
Kampfsportfreunde dürften mit diesem kurzweiligen Werk ihre Freunde haben, denn die Action kommt meistens auf den Punkt und ist teilweise mit einiger Situationskomik angereichert, während die Sounduntermalung mit zuviel Bass teilweise so klingt, als würden Körper mit drei Metern Breite aufeinanderprallen.
Die Story ist natürlich zweitrangig, doch die treffend gewählten Kulissen und die toll choreographierten Auseinandersetzungen sorgen für Kurzweil.
7 von 10