Review


Inhalt:

China, wohl in den 1930er Jahren. Tien Long (Yu Tien-Lung) ist noch ein kleiner Junge, als seine Eltern brutal getötet werden. Sein Vater wurde grausam ermordet, seine Mutter vergewaltigt, und dann ebenfalls umgebracht.
20 Jahre vergehen, Tien Long schwor den Mördern blutige Rache, und erlernte ein herausragendes KungFu. Tien Long ist eine wahre KungFu-Kampfmaschine...!

Tien Long stellt einen der Mörder nach dem anderen, an der Spitze dieser Männer, die wie eine Bande organisiert sind, steht Lu Tai (Lui Ming).
Etliche Schergen (u.a. Hsieh Han, Chen Chiu) stehen ihm zur Seite, so wie sein Sohn Hu (Goo Leng).
Es kommt zu zahlreichen Kämpfen, Tien Long weiß um jede Bewegung seiner Feinde, wo diese sich aufhalten, und bleibt stets siegreich. Er findet zudem in einem verlassenen Minen-Schacht Unterschlupf.
Bei einem Kampf wird Tien Long allerdings schwer verwundet.

Hilfe erhält Tien Long ausgerechnet von der schönen Shao Yue (Teng Mei-Fang), sie ist die Tochter von Lu Tai...!
Shao Yue entwickelt Gefühle zu dem jungen Mann..., zu dem sie überläuft. Wird sie zur "Achilles-Verse" von Tien Long...?

Tien Long stellt schließlich Lu Tai und dessen Schergen zu einem letzten, entscheidenden Kampf....!


Fazit:

Im Fahrwasser der KungFu-Actioner Bruce Lee´s, in der selben Art gehalten wie diese Streifen, entstand im Jahre 1973 oder 1974 dieser routinierte, schnörkellos-stringente und knallharte Eastern unter der Regie von Yu Kuan-Yen auf Taiwan.

Einfach und geradlinig, so wird die Geschichte erzählt, ein routiniert in Szene gesetzter, kostengünstiger, dicht-kompakter KungFu-Actioner, von zahlreichen Fights durchzogen, die natürlich die absolute Hauptsache hier in diesem Film sind.
Ohne Schnörkel..., dafür mit eisenharter, realistisch gehaltener Fight-Action, und einer einfachen Rache-Story, die alles als reines Grundgerüst zusammen hält, so drehte Yu Kuan-Yen seinen Streifen ab, der sich an Bruce Lee und dessen Filmen orientiert.

So sind die Örtlichkeiten denn auch reine Echt-Kulissen, oft auch open-air, verlassene Minen, schäbige Häuser, und der Held "residiert" in einem dunklen Schacht, längst verlassen und feucht-kalt.
Eine angedeutete Liebes-Geschichte, die den Helden aber kaum aus der Bahn zu bringen scheint, ist nur dazu da, die dünne Handlung etwas zu dehnen, der Ansatz einer womöglich brüchigen Männlichkeit des Helden, bleibt denn auch in diesem Ansatz stecken.
Skrupel entwickelt da eher der Sohn des Haupt-Villains..., gerade zum Ende hin. Dass ausgerechnet die Tochter dieses Haupt-Villains Gefühle zum Helden entwickelt, ist zwar besonders, wird hier aber kaum weiter entwickelt. "Bamboo Brotherhood" (der Streifen hat viele weitere Betitelungen erhalten: "The Dragon and Tiger", "Match for Dragon and Tiger", "The Dragon´s Execuioner") bleibt ein reiner Rache-KungFu-Actioner.

Mustergültig mündet alles in einen Endfight, in dem der Held alle seine Feinde stellt, knallharte KungFu-Action, darum geht es hier, da geht es zur Sache.
Viel gibt es über diesen Eastern denn auch nicht zu sagen.

Yu Tien-Lung ist dieser Held, ein für solche KungFu-Filme ala Bruce Lee typischer, einsamer, harter Kämpfer. Stoisch, rein auf seine Rache fixiert..., hart, kalt, kompromisslos. Und er fightet wie Bruce Lee, sieht diesem in manchen Szenen sogar ähnlich. Er ist ein echter Kampfkünstler, effektive Technik, er trifft sein Ziel. Keine Akrobatik, keine Fliegerei..., hartes, kerniges KungFu!
Man sah diesen Darsteller erstaunlich -wenn man sich seine Performance hier so ansieht- selten..., ich kannte ihn zuvor nur aus "Infernal Street" ("In der Gewalt der gelben Katzen", siehe mein Review auf dieser website), einem ähnlich gelagerten KungFu-Actioner.

Lui Ming spielt den Villain, als fast schon verunsicherter Banden-Boss, der den jungen Störenfried endlich los werden will. Goo Leng als Sohn des Bosses, zeigt er Skrupel und hinterfragt einiges.
Teng Mei-Fang ist die Tochter des Banden-Chefs..., auch sie wirkt leicht labil..., und entwickelt Gefühle zum kalten Helden. Da bleibt denn zuviel an der Oberfläche, und sie kann den kompromisslosen Rächer nicht abhalten, was ihre Figur hilflos wirken lässt.
Teng Mei-Feng spielt das tapfer, in einer letztlich undankbaren Rolle, die nur allzu offensichtlich dazu dient, die Handlung zu dehnen.
Und sie hat stets die selbe Kleidung an..., immer in diesem Reit-Dress, da wechselt sogar der Held im verlassenen Minen-Schacht öfters das Oberteil. Reell wirkt dies nicht, so wie Yu Tien-Lung stets weiß, wo er die Bösewichte anfindet.

"Mangelnder Realismus", das mokieren Hollywood-Jünger bei Eastern-Filmen, angefangen beim Dubbing ("Die Geräusche gibt es aber nicht in echt. Finßas gut, dass es diese Geräusche nicht in echt gibt?"), über die Fliegereien bis zu der Frage hinsichtlich der Toten: "Und nu? Verwesen die da jetzt, oda was?".
Okay, mag sein. Aber als ich letztens einen über 50-jährigen Hollywood-Jünger, der Eastern-Filme als "zu unrealistisch" ablehnte, nach seinem Lieblings-Film befragte, und "Findet Nemo" die Antwort darauf war, entlockte mir dies nur ein gequältes Lächeln.
Sprechende Fische..., ist natürlich absolut realistisch, ja klar.

Back to topic:
Wichtigstes ist die rau-knallharte KungFu-Action..., zahlreiche Fights durchziehen das Geschehen.
Die Fight-Action ist ala Bruce Lee..., klassische Techniken in einem realistischen Stil, keine Fliegereien oder Akrobatik, eisenhartes KungFu, effektiv und zackig.
Yu Tien-Lung trifft, wie das Idol Bruce Lee, sein Ziel..., gegen viele Gegner oder im Duell.
Ein konzentrierter, intensiver KungFu-Actioner, ein KungFu-Hit.

Viel gibt es nicht zu sagen..., "Bamboo Brotherhood" bietet solide Unterhaltung für den eingefleischten Eastern-Fan..., einfache Handlung, kalter Held, harte KungFu-Action.

7,5/10.

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