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Kinder haben vor vielem Angst. Aber vor allem die Nacht und die damit verbundene Dunkelheit, jagen einem als Kind den Schrecken in die Glieder. Wohl gerade deshalb sind diese Urängste auch ein beliebter Stoff für Horrorfilme. Nachdem sich der Krach-Horror-Streifen "Darkness Falls" mit lautem Getöse um das Thema kümmerte, bemüht sich nun "They - Sie kommen" eher mit den üblichen Mitteln darum uns Angst einzujagen. Doch eigentlich schläft man, bei diesem laschen Filmchen, eher ein.

"They" ist eigentlich nichts weiter, als eines der üblichen 08/15-Horrorfilmchen ohne Sinn und Verstand, die mit dem immer und ewig Gleichen probieren uns Angst einzujagen, ohne auch nur ein Fünkchen Inspiration in die Story zu legen. Die Geschichte um ein paar Teenies, die Schiss vor der Nacht haben, weil da ein paar böse Gestalten ihnen ans Leder wollen, ist so uninteressant wie langweilig geschrieben worden, dass es fast schon ein Wunder ist, warum Wes Craven, der hierfür seinen guten Namen gab, nicht schon beim Lesen des Skriptes eingeschlafen ist. Dazu natürlich, bis zum Schluss, Logikfrei und löchrig wie ein Schweizer Käse.

Nun gut, eine dünne Story bedeutet bei einem Horrorfilm nun nicht unbedingt gleichzeitig einen schlechten Film, doch in diesem Fall liegt man damit nicht sonderlich falsch. Denn auch der Rest ist hier nicht gerade erquickend. Die spärlich gesäten Schockeffekte sind allesamt lausig gesetzt und recht lahm inszeniert worden, so dass wohl nur blutige Anfänger ab und an mal einen Schrecken bekommen. Für alle anderen bleibt das Treiben durch die Bank weg vorhersehbar und ermüdend. Dazu eine lahme Inszenierung, die vor allem beim Score enttäuscht. Hier hat man einfach viel zu viele Möglichkeiten verschenkt!

Höchstens das nicht so ganz übliche Ende, kann sich etwas vom Einheits-Brei absetzen. Denn dieses Mal gibt es Ausnahmsweise kein Happy End. Dafür erhält der Zuschauer allerdings auch keinerlei befriedigende Aufklärung darüber, was das ganze Getue eigentlich soll. Anscheinend wollten die Macher das Mysterium über "They" am Leben erhalten, doch im Grunde erhalten sie dafür nur ein ungläubiges Kopfschütteln vom Zuschauer, der sich gerade fragt, ob er die eben vergangenen 86 Minuten nicht lieber anderweitig hätte nutzen sollen.

Einzig und allein die Arbeit der Darsteller ist recht solide ausgefallen. Zwar kommen sie nicht über das übliche Horror-Niveau hinaus, doch heutzutage ist es schon löblich, wenn wenigstens das erreicht wird.

Fazit: Langweiliger Möchtegern-Schocker, der mit seiner lahmen Handlung, der kruden Story und wirklich keinerlei gut platziertem Schock-Effekt, eher für ein breites Gähnen, als für ein heftiges Herzflattern zu ständig ist. Nur das unübliche Ende und die annehmbaren Darsteller-Leistung können den Streifen ein wenig retten. Ansonsten maximal als Schlafmittel zu verwenden!

Wertung: 3/10 Punkte

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