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In einer Gewitternacht verschwindet ein Junge aus seinem Bett, 19 Jahre später erfährt die angehende Psychologin Julia von geheimnisvollen "Sie" von einem Freund, bevor der sich den Kopf wegschießt. Die Nachforschungen von Julia sind alsdann mysteriös, denn "Sie" stören die Elektrizität und verstecken sich im Dunkeln, flackerndes Licht und kindliche Nachtangst werden bemüht, doch wenig effektiv umgesetzt. Die Tonspur mit MTV-kompatiblem Soundtrack und aufbrausenden Soundeffekten versucht, die ansonsten farblose Inszenierung von Rick Bota und Robert Harmon aufzufrischen, welche sowieso erst spät in Fahrt kommt. Mit den Urängsten von Menschen möchte dieser Mysterythriller spielen, mehr verstecken als zeigen, tatsächlich ist das Ergebnis technisch zwar solide, doch wenig fesselnd. Das Drehbuch verstrickt Julia in die Opferrolle, gejagt von den unbekannten Wesen aus dem Dunkel, ihr Freund Paul ist als Ungläubiger stets abseits des unheimlichen Geschehens. Erst die Pointe bringt etwas Schrecken in die Geschichte, schade dass der Abspann sogleich folgt, in dem übrigens Wes Craven als Präsentierender auftaucht (wie fast immer ein Garant für einen drittklassigen Film). Der große Gruselschocker ist "They - Sie Kommen" kaum, dazu ist der Plot vor allem in der ersten Hälfte zu behäbig und wird in der zweiten Hälfte wenig gehaltvoll weitergeführt. Nette Schauspieler und nette Sets, eigentlich ist alles zu nett, damit die Angst vor dem, was dort im Dunkel lauert, dann tatsächlich aus der Mattscheibe herausspringt. Als leichte Kost für zwischendurch ist dieser Thriller geeignet, eine Produktion von der Stange zum einmaligen Anschauen.

Fazit: Kleiner Nachwuchsgrusler, der selbst mit der kurzen Laufzeit schon etwas Probleme hat, diese mit spannendem Inhalt zu füllen. 4/10 Punkten

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