"Jackass" mit Knocksville & Co. dürfte wohl jedem ein Begriff sein, oder!?
Doch wer kennt CKY?
CKY - das ist das Filmprojekt von Skater, (selbsternanntem?) Stuntman und
Die-Hard-HIM-Fan Bam Margera und seiner Crew, und sozusagen der Vorläufer von MTV's Selbstverstümmelungs-Show Nummer 1 "Jackass".
Mit von der Partie sind neben Bam auch Stimmen-Magnat Brandon DiCamillo (mein absoluter Fav), Ryan Dunn und Raab Himself.
Die Mitwirkenden wirken so als wären sie ein Haufen guter Freunde oder Kumpels, die sich schon seit dem Kindergarten kennen und in der selben Nachbarschaft zusammen groß geworden sind.
Doch die Truppe wirkt nicht nur authentisch, sie ist es auch,
so dass man CKY deutlich anmerkt, dass bei den Dreharbeiten (... insofern man hier wirklich von "Arbeit" sprechen kann ...) mächtig viel Spaß und viel Freundschaft mit im Spiel war.
Neben dem obligatorischen Masochismus in Form von z.B. provozierten Einkaufswagen-Crashs oder waghalsigen Stunts mit Knochenbruch-Garantie,
werden dem Zuschauer hier außerdem diverse "Prank Phone Calls", inszenierte Sketche auf offener Strasse (z.B. Santa Claus Vs. Rießenhuhn) und ganzganz viel Skateboard-Akrobatik präsentiert.
Doch leider steckt alles Gezeigte noch merklich in den Kinderschuhen, in der Entwicklungsphase und ist daher teilweise noch nicht genügend ausgereift.
Dies erkennt man u.a. an der nicht so sauberen Bildqualität (Kohle für besseres Filmmaterial war wohl noch nicht vorhanden) und der teilweise noch recht uninspirierten Kameraführung, welche CKY ein unverkennbares Home-Video-Flair verpassen. Und spätestens wenn Bam kleiner Bruder Raab Himself mit Zahnspange und Pickelfisage in die Kamera grinst, kann man ungefähr einschätzen, wie alt das vorliegende Material bereits ist.
So richtig "krass" geht's hier außerdem auch nicht wirklich ab. Da hat man im TV schon härteres geseh'n.
"Jackass - the Early Years" wenn man es so nennen will also.
Dennoch: Bam-Fans können auf jeden Fall mal 'nen Blick riskieren. Und die ganze Crew, die neben Selbstzerstörung und Vandalismus garantiert nix gutes im Sinn hat, kommt insgesamt auch sehr sympathisch rüber.
Als derbes Home-Video von ein paar guten Freunden geht CKY also allemal durch.
Mein Tipp lautet aber trotzdem: Lieber zum Nachfolger CKY2K greifen!
Der legt schon einen deutlich drastischen Gang ein und geht filmisch schon fast in Richtung Video-Kunst.