kurz angerissen*
Eine Fortsetzung zu pointen- wie sinnbefreitem Supermurks wie „Kindsköpfe“? Warum nicht, immerhin folgt auch diese Seitengasse im entbehrlichen Sandler-Universum der gleichen Logik wie das Leben selbst, nämlich dem Tod zu trotzen. Das Filmischste an dieser Anspruchs-Gelatine sind noch pinkelnde Hirsche im Schlafzimmer, Relikte der späten 90er-Partyfilme. Ansonsten atmet die Handlung einfach vor sich hin, lässt Sandler, James, Rock & Co. motorisch getrieben von einer Banalität in die nächste gleiten und dabei eine Menge Cameos passieren, die es bei einem einzelnen Kurzauftritt und damit verbundener Treffgenauigkeit nicht belassen können, sondern sich immer wieder für irgendwelchen Blödsinn aufdrängen, von Jon Lovitz über Shaquille O’Neal bis zum ab- bzw. umtrainierten Twilight-Werwolf, der statisches Nackttorso-Dasein gegen Breakdance-Wendigkeit ausgetauscht hat. Mit ihnen laufen mal wieder sämtliche Nebenfiguren in angehende Pointen hinein, die mangels Ideen dann einfach nicht vernünftig abgeschlossen werden, was die Fortsetzung mehr noch als Teil 1 zu einer Massensammlung von nicht zu Ende erzählten Gags macht. Holt der kleine Mann seinen riesenhaften Sohn vom Bahnhof ab. Sagen die glatzköpfigen Schwarzen „Whaaaaat?“. Trifft der Pinkelhirsch auf einen Stoffaffen. Und?
Dass die Posse um ein paar Erwachsene, die sich kindisch benehmen, sich keiner filmisch üblichen Dramaturgie unterwirft und damit auch nicht Gefahr läuft, zum Postman zu mutieren und Botschaften zu überbringen, macht sie allerdings noch längst nicht zur lässigen Meta-Comedy; eher schon zum grenzdebilen Stückwerk, dem es an Timing und Klasse fehlt.
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