Review

Blaxploitation - die kurze, aber einflussreiche Phase des kommerziellen unabhängigen Schwarzen Kinos Anfang der 1970er Jahre - wird in dieser Dokumentation kritisch durchleuchtet. Interviews mit den Schauspielern Pam Greer und Fred Williamson, den Filmemachern Melvin Van Peebles und Gordon Parks und zeitgenössischen Fans wie Quentin Tarantino und Samuel L. Jackson reflektieren die Rolle, die den unterschiedlichen Filmen dieses Genres zukam.

Es ist interessant, das man 30 Jahre nach der eigentlichen Blaxploitation Ära, auf die Idee kommt eine Dokumentation darüber zu machen. Lohnen tut sich das aber auf alle Fälle, viele der Filme entstanden ohne großes Budget oder technisches Equipment, sind aber meist einfach nur saucool. In der knapp 60minütigen Zusammenfassung widmet sich ein gewisser Isaac Julien, immerhin mit interessanten Gästen.
Immer wieder gern gesehen sind natürlich "Veteranen" der damaligen Zeit wie Pam Grier, Fred Williamson oder Mario van Peebles, die munter über die damaligen Erfahrungen reflektieren. Aber auch die Interviews von Samuel L Jackson und Quentin Tarantino sind recht aufschlußreich, wird doch dort speziell die Auswirkung dieser Filme selbst bis heute analysiert, als auch das recht schnelle abebben der Welle, wofür als Schuldiger gerne wieder Hollywood auserkoren wird. Nicht kapiert hatte ich dann eher was die Mutter des ermordeten Rappers 2Pac hier verloren hatte, denn mit der Materie hatte das ja irgendwie wenig bis gar nichts zu tun.
Die Doku besteht aber nicht nur aus Interviews, sondern es werden neben Zeitungsartikeln auch zahlreiche Filmausschnitte präsentiert, die logischerweise ein gewisses Nostalgiegefühl erzeugen, auch wenn ich nicht alle vertretenen Filme kannte. Wäre auch mal interessant das ganze auf deutsch zu sehen, da doch manche einen Slang draufhaben, der zumindest für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig klang. Wer jedenfalls Interesse am "schwarzen" Kino der 70er hat, ist mit dieser Doku gut bedient.
7/10

Details
Ähnliche Filme