Google It And Go!
Eine Doku, die schnell redet, weil sie weiß, dass sie nichts zu sagen hat.
BaadAsssss Cinema fühlt sich an, als hätten die Filmemacher einmal „Blaxploitation“ gegoogelt, die Ergebnisse überflogen und gesagt: „Passt schon, Kamera an.“ Die Doku rast durch die Filmgeschichte, als wäre sie zu spät zum Zahnarzt, und wirft Interviews hinein, die sich so heftig widersprechen, dass man sich fragt, ob irgendjemand denselben Film gesehen hat.
Immerhin holt die Doku SchauspielerInnen, die wirklich wissen, wovon sie reden. Samuel L. Jackson — ja, derselbe Mann, der Jules Winnfield in Pulp Fiction zur Religion erhoben hat — liefert scharfe, geerdete Kommentare, die dem Film sofort mehr Legitimität geben. Pam Grier, für immer ikonisch als Foxy Brown, taucht auf und erinnert mühelos daran, warum sie eine ganze Ära definiert hat. Und Gloria Hendry, unvergesslich als Rosie Carver in Leben und sterben lassen, bringt eine reflektierte, gelebte Perspektive ein, die der Film dringend bräuchte, aber selten lange genug anhält, um sie auszukosten.
Und nein — Tarantino bekommt in diesem Review keinen Cameo.
Das Ganze ist unterhaltsam wie ein chaotischer Gruppenchat: laut, durcheinander und voller Leute, die mit maximalem Selbstbewusstsein Dinge behaupten, die vielleicht stimmen… oder auch nicht. Wenn der Film vorbei ist, fühlt man sich nicht informiert, sondern eher, als hätte man etwas überstanden. Aber hey — wenigstens ist er kurz.