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A better tomorrow ist einer der wenigen Filme, die von sich behaupten können, ein Genre revolutioniert/erfunden zu haben. 1986 brachte ein unbekannter Regieseur, namens John Woo, einen von Tsui Hark produzierten Film in die Kinos von Honkong. Das Heroic Bloodshed war geboren. Eine Woche später bekam man, in der ganzen Stadt, keine Ray Bans und Trenchcoats mehr. Noch heute genießt der Film auf der ganzen Welt Kultstatus und machte noch ganz nebenbei Chow Yun-Fat zum Weltstar.

Zur Story: Der Geldfälscher Sung (Lung) und sein Freund Mark (Fat) arbeiten schon lange zusammen und sind Gangster der alten Schule diese Werte versuchen sie auch ihrem neuen Azubi Shing zu vermitteln. Doch Sung möchte aus dem Geschäft aussteigen, da sein kleiner Bruder Kit (Cheung) Polizist ist. Beim letzten Deal wird er verraten und muss ins Gefängnis. Beim Vergeltungsschlag wird Mark ins Knie geschoßen und er wird zum Krüppel.
Zeitsprung, Sung wird aus dem Gefängnis entlassen und will mit den alten Kollegen nichts mehr zu tun haben und versucht seinem Bruder zu zeigen, dass er nun ehrlich geworden ist. Shing, der inzwischen das Oberhaupt der Familie geworden ist sieht das allerdings anders, und versucht Sung zu erpressen damit er wieder zurückkommt. Doch er hat sich mit dem falschen angelegt.

Ein Film an dem eigentlich alles gut ist: die Story, die Dialoge und natürlich die Action. Es heißt schließlich nicht umsonst auch Hongkong Blood Opera.
Allerdings muss man sagen, dass einige Shoot outs in späteren John Woo Filmen, das in Abt gebotene noch übertreffen. Die Shoot outs sind lang, extrem blutig und typischerweiße benutzt der Held 2 Waffen auf einmal.

Chow Yun-Fat, der vorher nur in kitschigen Seifenopern mitgespielt hatte, ist von der ersten Sekunde an genial. Die Rolle des Mark scheint ihm auf den Leib geschrieben worden zu sein und die Accesoirs (Mantel, Sonnenbrille) machen ihn eigentlich zum Gott der Coolen.
Ti Lung, als tragischer Held der Geschichte, spielt seine Rolle ebenfalls toll und überzeugt durch glaubwürdige Darstellung.
Leslie Cheung, der auch den Titelsong singt nervt ab und zu ein wenig durch seine Sturheit, wird gegen Ende aber ganz sympathisch
Außerdem haben Woo und Hark Kurzauftritte.

Anzumerken ist noch, dass der Film viele typische Woo-Merkmale beinhaltet z.B. die negative Frauendarstellung und die überzogene Tragik der Personen.

A better tomorrow gehört eigentlich zum Pflichtprogram für jeden der sich für Film interessiert. Ein Streifen der sich in erster Linie um Freundschaft und Ehre dreht und zwei alte Samurai in der modernen Welt zeigt.

9/10Punkte

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