Samuel L. Jackson ist der Fels in der Brandung einer dünnen Story, die nicht mehr hergibt als ein Krimi von der Stange. Doch die Idealbesetzung von „Shaft“ und ein paar groovige 70ger-Klänge retten diesen Actionthriller.
Das Originalthema erweist sich als perfekter Einstieg, in das auf 70er getrimmte Remake, das nur selten Leerlauf aufzuweisen hat.
Das verdankt Regisseur Singleton vor allem der Wahl seiner Darsteller: Samuel L. Jackson gibt sich cool, zynisch und schlagfertig(„Wissen sie, wer mein Vater ist?!“ – „Nein, wissen sie´s?“) und trägt den Streifen praktisch auf einer Schulter. Christian Bale und Jeffrey Wright sind als Schurken ebenfalls überzeugend, nur die weiblichen Parts bleiben etwas blass und die Figur von Busta Rhymes wirkt vollkommen deplaziert. Für die Fans des Originals hat Richard Roundtree einen augenzwinkernden Auftritt als Onkel Shaft.
Die Story beginnt schön klassisch, bringt einen rassistischen Kotzbrocken mit ins Spiel, der soeben einen Schwarzen niedergeknüppelt hat. Dass diese Tatsache leichte Sozialkritik mit sich bringt, ist selbstverständlich. Doch leider verkommt die Rolle von Bösewicht Bale zu einer Nebenfigur, die im Verlauf den Platz für Drogenheini Wright freimachen muß. Hinzu kommen noch ein paar korrupte Cops und eine verschwundene Kronzeugin.
Die Geschichte bringt ein paar nette Actionsequenzen mit sich und mitten drin ein unbezwingbarer Shaft, der irgendwann seine Marke an den Richter vorbei ans Brett pfeffert und auf eigene Faust ermittelt – kompromisslos aber sympathisch.
So kann dieses Remake über weite Strecken unterhalten und amüsieren, doch der ganz große Clou ist es aufgrund zu simpler Story nicht geworden. Dank Samuel L. Jackson aber sehenswert.
7 von 10 Punkten