John Shaft verhaftet einen Millionärssohn, der einen Schwarzen umgebracht hat. Wade kommt aber auf Kaution frei und flieht in die Schweiz. Zwei Jahre später kehrt er zurück. Startschuss für einen Rachefeldzug Shafts, der sich bei der Suche nach einer Belastungszeugin auch von korrupten Kollegen und einem Latino Drogendealer nicht aufhalten lässt.
Knapp dreißig Jahre nach dem originalen Shaft schickt man erneut einen großen Schwarzen zum Aufräumen durchs Ghetto. Den Shaft spielt diesmal Samuel L. Jackson, der aber eh über eine eingebaute Coolness verfügt, die für die Rolle absolut notwendig ist. Allerdings steht er hier in Polizeidiensten, die Private Eye Geschichte läßt sich nur am Ende erahnen, was mich ein wenig über die Figur wundern läßt. Ein richtiges Remake ist der Film genau genommen nämlich nicht, denn hier spielt noch sein Onkel mit (auch mit dem Namen John Shaft und verkörpert von Richard Roundtree), der ihn mit Rat und Tat unterstützt und ihn in den Job des Privatdetektivs zu überreden versucht.
Neben Roundtree ist auch noch Isaac Hayes aus dem 70er Film in einer kleinen Rolle dabei, der ja einst die geniale Titelmusik performte, die auch hier in einer kleinen Variation zum Einsatz kommt. Auch die komischen Bildumschnitte der Urserie sind wieder mit dabei, so daß Freunde des harten Cops/Detectives sich recht schnell wieder heimisch fühlen dürften. Der Charakter bleibt auch derselbe, mit Shaft legt man sich besser nicht an, denn sowohl verbal als auch nonverbal ist der Junge quasi unschlagbar, soll heißen wenn ihm einer dumm kommt gibts entweder einen gepfefferten OneLiner oder schlicht eins auf die Fresse.
Als Gegenspieler gibts hier einen yuppiehaften Rassisten, von Christian Bale toll verkörpert und einen Latino Guy der auf harten Macker macht, Cheff in da Hood ist und Drogen vertickert. Alle Parteien jagen die einzige Zeugin eines Mordes und löschen sich bis zum Abspann alle gegenseitig aus (hauptsächlich Shafts Verdienst of course). Dazu dienen teilweise sogar richtig heftige Einschüsse, wobei man auch sagen muß das der Film auch gerne noch etwas mehr Tempo präsentieren könnte. Außer der wilden Ballerei gegen Ende spielt sich da alles im gesitteten Rahmen ab, aber die Zeit kann Jackson ganz gut überspielen. Ich würde Shaft 1971 und Shaft 2000 auf einen Level packen. Beide Filme haben ihre Stärken in der Hauptfigur und kleinere Schwächen im Feintuning.
7/10