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Darsteller wie John Rhys-Davis und Jeff Fahey haben jeweils über hundert Rollen absolviert, man sieht sie hin und wieder in kleineren Projekten, doch der ganz große Durchbruch war beiden nie vergönnt. Wer dann auch noch in einem Trash-Spektakel von Asylum landet, darf auch bis zur Rente nicht mehr auf Größeres hoffen.

Der Vulkanausbruch in Island ist erst der Anfang einer Kette katastrophaler Naturereignisse, da durch die Verschiebung der tektonischen Platten und dem gehörigem Ascheregen, der die Sonne für über zwei Jahre verdecken wird, eine neue Eiszeit ansteht. In alledem versucht der ehemalige Air-Force Pilot Steve (Fahey) seine beiden Kinder zu erreichen, die irgendwo in Paris unterwegs sind…

Auch wenn die Handlung rasch einsteigt und ein konstant hohes Tempo gefahren wird, so fällt selbst jedem Neuling auf, wie schwach die Mimen agieren, wie grenzdebil die Dialoge ausfallen und die schwachen Effekte recht lieblos in die Gegend geklatscht wurden. Bei Erdbeben wackelt beispielsweise nur die Kamera, während irgendwelche Typen Styroporteilchen in die Kulisse werfen. Einige Explosionen sind okay, diverse Vulkanausbrüche stammen wahrscheinlich aus dem Fundus und auch der Eiszyklon über Paris kann sich einigermaßen sehen lassen.

Ansonsten dominieren Klischees und unvollendete Nebenhandlungsstränge das Vorankommen. Ein Wissenschaftler mit diversen Wettermodellen verschwindet gegen Ende aus unerfindlichen Gründen, Hagelkörner in Größe eines Medizinballes können mal eben weggekickt werden, während unsere drall geformte Air-Force-Tochter trotz Bibberkälte bauchfrei herumturnt. Unter trashigen Gesichtspunkten ist die Odyssee der Kids jedoch recht turbulent ausgefallen, denn es geht ohne Umschweife quer durch die Stadt, vom Tunnel in den Pelzladen, von der verwaisten Botschaft in ein Kellerloch und zuletzt zum Eifelturm, dem ausgemachten Treffpunkt mit Dad, der im Übrigen, um auch dieses Klischee zu bestätigen, natürlich mit neuer Frau unterwegs ist, was entsprechend den zweiten Haupterzählstrang bildet.

Langweilig wird es also zu keiner Zeit, nur eben reichlich dämlich und wissenschaftlich hanebüchen. Immerhin sehen einige Szenen mit Nachrichtenbildern noch okay aus, das Wasser im Eurotunnel ist passabel in Szene gesetzt, nur das Overacting von Rhys-Davis, die Konferenzschaltung via Internet und das Mützchen von Fahey gehen gar nicht.
Wer also extremen Trash mag und sich nicht von den negativen Kritikpunkten abbringen lässt, kann mit dem Eiszeitstreifen ein etwas Kurzweil erleben, man sollte allerdings auch seinen Verstand ein wenig tiefkühlen, bevor man sich an den Stoff heranwagt.
5 von 10

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