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Die Mutter des Mojave-Indianers Robert Wolf (Jason Momoa) wurde vergewaltigt und ermordet. Da das Gesetz nicht hilft, übt er Selbstjustiz an dem Täter. Wolf begibt sich mit seiner alten Harley auf die Reise ans andere Ende der USA, um die Asche seiner Mutter an einem für Indianer heiligen Ort im Nationalpark Teton Range zu verstreuen. Unterwegs lernt er den frisch geschiedenen und erfolglosen Musiker Cash kennen, welcher auch auf seinem Bike unterwegs ist, kein Ziel mehr im Leben hat- und sich daher Wolf anschließt.
Eine tiefe Freundschaft entsteht zwischen den beiden Männern- doch schon bald ist das FBI hinter Wolf her, der ihn jagende Agent Williams (Timothy Murphy) gilt als unerbittllich- und scheisst wenn es sein muss, auch mal auf das Gesetz...

Was jetzt in der Beschreibung eher Actionlastig klingt, und auch durch das deutsche Cover und Titel des Films in diese Richtung vermarktet wird, entpuppt sich als Roadmovie-Drama, welches eher mit dem Klassiker "Easy Rider" vergleichbar ist, als mit allem anderen. Das ist kein schlechtes Vorbild, ganz im Gegenteil- aber die Erwartungshaltung ist eben eine ganz andere.
Der Originaltitel "Road to Paloma" klingt jedenfalls nicht nach einem Actionfilm...
Da Schauspielerisch solide, mit schönen Aufnahmen und einer interessanten Geschichte ausgestattet, sollte man dem Film durchaus mal ein Chance geben.
Vor allem Jason Momoa kommt hier sehr sympathisch und glaubwürdig rüber,
hätte ich ihm nicht unbedingt zugetraut. Als Wolf's Vater wurde Wes Studi gecastet, der ja auf solche Rollen abonniert ist und Timothy Murphy als FBI-Agent hat auch wieder seine Paraderolle als Fiesling abgekriegt.
Wer einen Actionfilm erwartet, dürfte von der langsam erzählten Geschichte eher enttäuscht sein. Fans von "Easy Rider" dürften dagegen begeistert sein.

8/10

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