Geneti Sharp züchtet Dinosaurier, um sie für Events zu vermarkten. Bei der feierlichen Präsentation, bei der auch eine medizinische Nutzbarkeit in Aussicht gestellt wird, brechen die Biester aus und mampfen sich fröhlich durch L.A..
"The Asylum presents", wenn dieser Schriftzug auf dem Bildschirm erscheint, dürfte inzwischen jedes Mensch Bescheid wissen, was folgen wird. Klar, auch hier haben wir es mit einem dreisten Plagiat, dummer Story, dummen Figuren, miesen Tricks, mieser Kamera und mieserabler Regie zu tun.
Doch halt, was ist mit den Darsteller:innen?
Tja, mit Treat Williams und Brian Cox sind tatsächlich zwei erfahrene Haudegen aus der zweieinhalbfachen Reihe mit an Bord und liefern tatsächlich sowas wie Schauspiel ab. Den Rest des Casts kann man getrost vergessen.
Die Tricks sind gewohnt übel, mieses CGI überall. Oder zumindest fast überall, denn wie es scheint wurde zumindest ein animatronischer Dinokopf gebaut, der dann auch gleich einen Ticken weniger besch...eiden ausschaut.
Was die Story nicht kann, wird mit ordentlichem Tempo kaschiert, denn die Dinos machen eine Menge Druck. Die Action ist inszenatorisch allerdings auf dem gleichen besch...eidenen Level, wie die Tricks. Bebt die Erde, wackelt die Kamera, schnappen Dinos in großem Gewühle um sich, schwankt halt die Kamera, und sollte es blutig werden, dreht die Kamera sich rasch weg. Entsprechend fließt zwar schon einiges Blut, von Härte kann aber nicht die Rede sein.
So mies das turbulente Treiben an allen beruflichen Fronten auch ist, es ist tatsächlich unterhaltsam. Mit dem Ausbruch der Urzeitviecher nimmt das Fahrt auf, nutzt einen der berühmtesten Sprüche von Star Trek (Wie lange braucht ihr für die Türen? - 10 Minuten! - Schafft es in 5! - Klar!) oder baut mal eine nahezu zur Raptor-Küchen-Szene aus Jurassic Park identische Szene ein. Bei einem Stromausfall funktioniert das elektronische Schloss eines Schrankes nicht, das Licht darin schon. Und dann ist da noch der Hubschrauber, in luftiger Höhe festgeklemmt, der mit einem Fingertippen ins Rutschen gebracht werden kann.
Für Humor und Unterhaltung ist wirklich reichlich gesorgt.
Humor, Action, Spaß, Unterhaltung, Dinos, bekommt man alles. Nichts davon ist gut, aber was erwartet man anderes als unterhaltsamen Trash, wenn man eine Asylum-Produktion laufen lässt?!