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Wenn Dolph Lundgren und Scott Adkins gemeinsam vor der Kamera stehen, könnte das auf Action alter Schule hinweisen, doch die beiden prügeln sich nur einmal kurz, während der titelgebende Drache eher eine Mischung aus Amphibie und Reptil ist und nur in der letzten Viertelstunde für etwas Spannung sorgt.

Kryptozoologe Travis (Adkins) kehrt soeben von einer wenig erfolgreichen Mission aus Russland zurück, als ihn ein Klient nach China bestellt, wo er und sein Team eine handfeste Bedrohung der hiesigen Arbeiter ausschalten sollen: Eine prähistorische Rieseneidechse, welche kurz darauf auch vom unbarmherzigen Jäger Harker (Lundgren) verfolgt wird...

Beim Einstieg wurde auf genretypische Zutaten geachtet, um das Interesse des Zuschauers sogleich zu erhaschen: Ein in den Fokus gerückter Braunbär, der einige aus dem Team durch die Gegend wirbelt und per CGI recht glaubhaft in Szene gesetzt ist. Danach ist klar, wer die Guten und wer der Böse ist und kurz darauf geht es nach China, wo allenfalls die Landschaftsaufnahmen beeindrucken, während lang gezogene Spekulationen, Nachforschungen und Debatten zunächst merklich Drive herausnehmen.

Die zwischenmenschlichen Aspekte bleiben überschaubar, das Jägerlatein des Bösewichtes gleicht simpler Küchenpsychologie und erst als ein gescheiterter Einbruch und ein Einschmuggeln in die Pathologie ein wenig Humor einfließen lassen, kommt wieder ein wenig Schwung in die Bude.

Dabei bleibt das titelgebende Monster viel zu lange außen vor, lediglich ein Videomitschnitt liefert für einige Zeit das einzige Anzeichen seiner Existenz. Erst beim Showdown in einer Höhle erhält die Kreatur klare Gestalt und wirbelt ein paar Anwesende durch die Luft. Die Ausarbeitung des Mutanten geht in Ordnung, die Bewegungen sind flüssig und zweckdienlich in die Szenerie integriert, nur der Blutgehalt tendiert gegen Null, da sämtliche Angriffe eher unspektakulär verlaufen und der Ablauf des Finales reichlich vorhersehbar abläuft.

Darstellerisch wird indes nicht allzu viel abgerufen, wobei die Präsenz eines Lundgren durchaus etwas bringt und er die Figur des eiskalten Zynikers trocken meistert. Adkins kommt zwar sympathisch rüber, doch den Forscher nimmt man ihm nur bedingt ab. Der Rest der Crew performt immerhin okay, so dass keine Totalausfälle zu vermelden sind.

Unterm Strich bleibt das Werk halbgarer Tierhorror mit zu wenigen spannenden Einlagen, erahnbaren Wendungen und einem Minimum an Action. Die Bedrohung wurde zwar okay gestaltet, doch wirklich spektakulär fallen die Begegnungen zwischen Mensch und Monster nie aus. Ergo nur für Komplettisten des Genres ansehbar, wer aufgrund der Actionmimen handfeste Fights erwartet, sollte den Streifen hingegen tunlichst meiden.
4,5 von 10

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