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Sechs Monate verbrachte das achtköpfige Forscherteam auf dem Mars auf der Suche nach Leben, jedoch ohne Erfolg. Nun verbleiben nur noch 19 Stunden bis zur Heimreise zur Erde und die Stimmung im Team ist gedrückt. Doch unverhofft stößt der Forscher Petrovic auf fossile Abdrücke einer fremden Lebensform und bricht gemeinsam mit seinem Team-Kollegen Harrington auf eine unautorisierte Expedition auf. Als Missionsleiter Brunel davon erfährt, startet er umgehend eine Suchaktion nach seinen Kollegen - und macht dabei eine entsetzliche Entdeckung.

Filmisch gesehen war der rote Planet bisher ja eher der Garant für rote Zahlen bei den Produzenten und auch bei Last Days on Mars muß man schon mal nachdenken, ob hier die Stärken oder die Schwächen überwiegen. Storytechnisch riß man sich ohnehin keine Beine aus, sondern mixte im Grunde ein wenig Alien und Night of the Living Dead zusammen und fertig ist der SciFi Horror mit Zombies from outer Space, denn ein paar fiese bakterielle Lebensformen übernehmen die menschlichen Wirte, die dann ihrerseits die restliche Crew dezimieren.
Probleme gibt es aber schon bei den Charakteren. Zu Beginn Lagerkollern sich ohnehin schon mal alle wenig sympathisch an, aber auch Liev Schreiber, der den Protagonisten gibt, wächst einem mit seiner distanzierten Art nicht wirklich ans Herz. Jeder verhält sich nach Herzenslust gerne irrational und auch gerade der Held rennt seiner Love Interest zum Ende ziemlich hirnlos hinterher (Restenergie des Mars-Rovers wird sinnlos verbraten), obwohl er ja aus eigener Anschauung weiß, das sie sich verwandeln würde.
Auch nicht gerade optimal gelöst sind die Kamera und der Schnitt. Zwar wird die raue Oberfläche des Mars gut photogaphiert, nur sobald es in die Action und den Angriffen der mutierten Besatzungsmitglieder geht, greift man zur Unart des modernen Stakkatoschnitt, das man auch ja gar nichts erkennt. Dazu kommt dann immer noch das ständige Halbdunkel, manchmal muß man sich wirklich selbst zusammenreimen, was denn nun gerade geschieht.
dabei hätte man eigentlich alles gehabt um einen zünftigen SciFi Horror abzuliefern. Begrenzte Räumlichkeiten, keine Waffen da reine Forschungsmission, viel mehr hatte Carpenter auch nicht für sein Ding aus einer anderen Welt und der war wirklich Klasse. Da kratzt es mich ja noch nicht mal wirklich, das hier die Leute normal auf der Oberfläche rennen können trotz der geringeren Schwerkraft, sondern eher das hier der mögliche Spannungsfunke nie so richtig auf den Zuschauer übergeht. Eigentlich mag ich das Subgenre ja recht gerne, aber wirklich beeindruckt haben mich die letzten Tage auf dem Mars (wieso eigentlich Tage, die Handlung spielt sich in 19 Stunden ab?) jetzt nicht.
5/10

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