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Schade, zu gern hätten wir uns wieder über einen guten klassischen Science-Fiction Film gefreut. 95% der Film sind in tiefer Dunkelheit in der Mondbasis "Ark" gedreht und das betrifft auch die etwas durchwachsene Geschichte ohne eigene Note. Die sehr selbstbewussten Werbezitate rund um THE ARK, der immer wieder mit ALIEN oder EVENT HORIZON genannt wird, sind natürlich gelinde gesagt mehr als übertrieben. Eine durchgehend düstere Atmosphäre ist durchaus vorhanden und auch die Ausstattung auf der Mondbasis und technischen Gerätschaften sind nicht von schlechten Eltern. Aber in einem Satz ist THE ARK ist ein rund 80-minütiges Deja Vu.

Wirklich alles was wir sehen an Ideen, Spannung oder ekelerzeugenden Effekten hat bekannte und vor allem bessere Vorbilder in THE THING Remake, ALIEN und vielen anderen B-Science-Fiction Horrorbeiträgen der letzten Jahre wie PANDORUM. Am meisten erinnert er noch von der Machart her an APOLLO 18, ohne jedoch auf "Found Footage" oder viel Wackelkamera zu setzen was wiederum sehr angenehm ist. Eine klassische Kamera mit viel Halbtotalen und ruhigen Fahrten. Vieles ist insbesondere von ALIEN abgekupfert und die schleimigen Effekte, die manchmal den ganzen Körper betreffen sind handwerklich aufwendig umgesetzt und verfehlen ihre Wirkung nicht.

Auf B-Film Niveau liefert THE ARK also sein Versprechen ab zumindest sehbaren Weltraum-Horror-Trash abzuliefern. Das Niveau der CGI- und FX in Bezug auf die Mondbasis ist ungefähr auf dem Niveau von IRON SKY, zwar deutlich als solche sichtbar, aber durchaus gelungen und bei der gegebenen Budgetbeschränkung ordentlich umgesetzt. Aber dennoch wird durchgängig die digitale TV-Optik sichtbar und das ganze wäre für eine Science-Fiction Channel TV-Umsetzung durchaus angemessen. Inhaltlich geht es um die Mondbasis "Ark" Crew um Col. Gerard Brauchman (Christian Slater) wird durch einen Meteoritensturm mit infizierten Sporen verseucht. Die Bedrohung kommt in gewohnter Weise nicht nur von außen, sondern verschafft sich auch über die Crew von innen her Wege den Terror zu verbreiten.

Regisseur Roger Christian hat tatsächlich ALIEN und STAR WARS Erfahrung, aber davon merkt man nicht mehr als viel Herzblut bei der Umsetzung. Christian Slater agiert ordentlich aber auch mit THE ARK hat er nach seinem historischen BATTLEFIELD EARTH Debakel wie bei seinen letzten Filmen kein glückliches Händchen. Zusammenfassend ist THE ARK beleibe kein Totalausfall und kann für hartgesottene B-Film Science-Fiction-Horror Fans eine einigermaßen kurzweilige Unterhaltung darstellen. Richtig falsch macht der Film nichts, er ist halt nur eine Kopie von allem ohne eigenen Genre-Mehrwert. Aber es muss ja auch nicht immer Kaviar sein…

4,5/10 Schleimbeuteln....äh,....Punkten (gerade noch so mit viel gutem Willen)

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