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Der wohl härteste Liebesfilm aller Zeiten!!! Ja!!! Horror? Eher gering. Drama? Geht so. Voyeurismus? Volle Kanne. Der in der BRD als "Mondo Cannibale" bekannt gewordene und nunmehr 50 Lenzis alte Exploitation-Film schwelgt in den Bilderwelten üblicher Abenteuerfilme jener Zeit, macht aber durch den Einsatz von bestimmten Tierszenen und ein wenig Splatter den Gebrauch im Rahmen der Familienunterhaltung unmöglich. Echte Schaukämpfe mit Hähnen oder Schlangen, frisch vor der Kamera getötete Krokodile und Affen (würg) dienen nunmehr der brutalen Erwachsenenunterhaltung. Der exotische Schauplatz ist gut gewählt, die Riege um Rassimov macht ihre Sache glaubwürdig und gut. Ihr Körpereinsatz ist ziemlich hoch. Lenzi erzählt den Film zudem recht schlüssig, bleibt dabei naiv und durchgehend spannend in seiner Erzählweise. Die Geschichte wechselt dabei zwischen heimlicher Beziehung der beiden Hauptprotagonisten, heftigen Ritualen (wie z.B. die Vergewaltigung einer frischen Jungfer unter den Augen der Stammesältesten), unmöglichen Tier-Snuff (ekelhaft!), täglichen Auseinandersetzungen zwischen Rassimov und dem Stamm und der ausgezeichneten Kamerarbeit von Riccardo Pallottini (Fünf blutige Stricke; Blindman; Satan der Rache), der viel dazu beigetragen hat, dass die Qualitäten nicht nur in der Verstümmelung von Lebewesen liegt.

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