Review

Noch bevor Deodato mit "Cannibal Holocaust" sein Meisterwerk schuf, drehte er diesen Film als Fortsetzung zu Lenzis zivilisationskritischem "Mondo Cannibale". Der Film besticht durch niedrigen unfreiwilligen Trash-Gehalt, völlige Humorlosigkeit und schwer verdauliche Bilder, die im krassen Gegensatz zu jedweder Dschungel-Romantik stehen und den Zuschauer mit Hauptfigur Harper mitfühlen lassen, bis sie sich irgendwann fast mehr vor sich selbst als vor den Kannibalen erschrecken...

Mag das Thema "Kannibalismus" noch so exploitativ erscheinen, hier findet es nur am Rande statt und veranschaulicht eindrucksvoll, wie nutzlose zivilisatorische Werte in Extremsituationen sein können und wie sie von Urinstinkten verdrängt werden. Ein Kannibalenfilm, der seine Härte weniger aus grafisch exzessiv dargestellten Ausweidungen als mehr aus psychologischen Abgründen und Ur-Ängsten bezieht.

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