Review

Wenn der Pimmel des Hauptdarstellers in Großaufnahme gefilmt wird und kein Porno im Player liegt, dann ist wohl Kannibalen-Zeit.
Die Fortsetzung des Urvaters aller Menschenfresser-Streifen im Exploitation-Stil (schon die Morlocks in "Die Zeitmaschine" hatten ja "Eloi" auf der Speisekarte, aber darum drehte der Film sich nicht) löste die Kanni-Film-Welle erst aus, nicht der Vorgänger von 1972.
"Der Vogelmensch" geizt nicht mit Brutalitäten und vor allem Nacktheit. Wie erwähnt muss Hauptdarsteller Ivan Rassimov blank ziehen und gefühlt den halben Film im Birthday Suit agieren, aber auch die hübsche Me Me Lai (beide sind auch in anderen Kanni-Streifen zu sehen) ziert sich nicht unnötig und zeigt ausführlich, was Muttern ihr gab. Die Stammesmitglieder tragen überwiegend Lendenschurz, der (männliche) Nachwuchs jedoch nicht, was dazu führt, dass drei vorwitzige Kanni-Kids auf den gefangenen Rassimov pinkeln. Natursekt von nackten Jungen - hat Eli Roth sich in "Green Inferno" natürlich nicht getraut. In dessen Abspann steht ja "Per Ruggero" und so bedient Roth sich unter anderem auch hier, nämlich bei der Ameisenszene, die bei ihm krasser kommt, als bei Deodato.
Es gibt auch wieder Tiersnuff, Kämpfe in der Natur, aber auch eine derbe Krokodil-Tötung, die offensichtlich ohne FX auskommt.
Der Exploitationer ist vergleichsweise spannend inszeniert und weist Elemente des Survival-Films auf, aber im Mittelpunkt stehen klar Sex und Gewalt.
Der Transfer der NSM-Version ist in Ordnung, da hab ich schon viel Schlechteres gesehen. An Extras ist aber außer Trailern nix zu holen.

Details
Ähnliche Filme