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In meiner Funktion als für die Indy-Ecke zuständiger Kritiker bei der Zeitschrift Deadline fällt mir schon seit einiger Zeit auf, dass immer mehr Filmemacher - und auffällig viele davon aus Österreich - mit ihren Projekten auf Teufel komm raus etwas Kunstvolles und Tiefsinniges erschaffen wollen und sich damit so richtig in die Brennnesseln setzen, weil Regie, Drehbuch und Schauspiel den viel zu hoch geschraubten Ansprüchen absolut nicht entsprechen. DAS WERWOLFSPIEL ist auch so ein Ding. Werwölfe? Pustekuchen! Stattdessen werden wir Zeuge eines quälend langen Gesellschaftsspiels, das überhaupt nicht zum Mitraten einlädt. Wenn ich anderthalb Stunden mitverfolgen möchte, wie unsympathische Gestalten an einem Tisch Karten spielen, saufen und sich gegenseitig angiften, dann brauche ich nur in die schäbigste Kneipe der Stadt zu gehen. Dann lieber ehrlicher Zombiesplatter - der ist auch doof, steht aber wenigstens dazu.

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