Und noch ein Beitrag der Marke "überflüssige Möchtegern-Parodie". Nachdem Anfang der 80er-Jahre das Horrorgenre so richtig in Fahrt kam, machten sich auch viele, meist eher unlustige, Horror-Parodien breit. Darunter u.a. "Freitag der 713" und "Was macht der Tote auf der Wäscheleine", beides äußerst müde Vertreter des Genres. Und auch "Monster Busters" ist nicht Sonderliches geworden. Doch in dem Fall liegt es nicht an sonderlich müden Jokes, sondern eher an der Tatsache das der Film nicht weiß, was er eigentlich sein soll und wem er gefallen möchte.
"Monster Busters" ist ein ziemlich kruder Genre-Mischmasch aus unterschiedlichen Filmrichtungen, die einfach nicht zusammenpassen. Von der Story her handelt es sich um einen Kinder-Gruselstreifen. Es geht um ein paar 12-14 Jahre alte Jungs, alle Horror-Fanatiker, die sich quasi als Mini-Ghostbusters, ein paar üblen Gestalten in den Weg stellen möchten. Diese Gestalten sind berühmt berüchtigte Filmmonster wie "Dracula", "Frankensteins Monster" oder der "Werwolf". Und damit wären wir bei der Filmsatire angelangt.
Aber eigentlich will man bei einer Satire etwas zu Lachen haben, doch davon gibt es hier kaum etwas. Das krude Getue der Filmmonster ist eher lächerlich als wirklich lustig. Jokes und Filmzitate gibt es keine, womit man sich doch leicht übers Ohr gehauen fühlt, wenn der Film überall als Horrorparodie angekündigt wird.
Wenn man sich dann, nach einer ganzen Zeit, an diesen merkwürdigen Kinder-Grusel-Monster-Parodie-Mix gewöhnt hat (und sich schon gewundert hat, warum da überhaupt ein FSK 16-Siegel auf dem Video ist), muss man plötzlich merken, dass das immer noch nicht alles war. Denn in den letzten Minuten gibt es dann noch ein paar Gore-Effekte zu sehen, die allesamt nicht gerade zimperlich sind, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich der Story nach, um einen Kinder- bzw. Familienfilm handeln soll. Der Werwolf wird z. Bsp. in seine Einzelteile zerlegt und seine blutigen Stümpfe sind deutlich zu sehen. Und Dracula dreht gleich einer ganzen Reihe von Polizisten, deutlich hörbar, den Hals herum. In einem wirklichen Horror-Film würde das sicherlich nicht sonderlich stören, doch nachdem man sich an das kindliche Niveau der ersten Hälfte gewöhnt hatte, ist man doch überrascht, was aus dem Streifen plötzlich geworden ist.
Was die Inszenierung angeht hält sich alles auf normalen Direct-to-Video-Niveau. Die Masken der Monster sehen nicht gerade sonderlich originell aus, aber man hat sich trotzdem Mühe gegeben. Die Effekte ganz nett, die Musik passt soweit und auch Kostüme und Kulissen können gefallen.
Was die Darsteller angeht, so kann man höchstens die Kinder loben. Sie spielen ihre Rollen allesamt erstaunlich gut und können ihre Parts gut rüberbringen. Die Erwachsenen sind dagegen eher schlecht als recht, vor allem wenn man sich die Schauspieler von "Dracula" und den anderen Monstern so anschaut. Da würde sich manch ein anderer berühmter Monster-Darsteller im Grabe herumdrehen.
Fazit: Völlig durcheinander geratener Genre-Mix aus Horror-Parodie, Kinder-Grusel und relativ blutigem Monsterhorror, der eigentlich zu keiner Zielgruppe so richtig passen mag. Erwachsenen dürfte die kindische Story nicht sonderlich zusagen und Kiddies dürften sich bei manchem, nicht gerade zimperlichen, Gore-Effekt hinter dem Sofa verkriechen. Somit wird eigentlich niemand so richtig glücklich damit, trotz der sorgfältigen und stimmigen Inszenierung. Schade!
Wertung: 4/10 Punkte