Monster Busters (Originaltitel: The Monster Squad, 1987) ist ein waschechtes 80er-Jahre-Kultstück, das eine herrlich charmante Mischung aus Kinderabenteuer, Gruselfilm und Creature Feature bietet. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Kids, die einen „Monster Club“ gegründet haben – wie Kinder eben so sind, sitzen sie zusammen, tauschen sich über Vampire, Werwölfe und Mumien aus und fühlen sich in ihrer kleinen Nerd-Welt pudelwohl.
Doch als ausgerechnet Graf Dracula auftaucht – mitsamt einer ganzen Riege klassischer Monster wie dem Werwolf, der Mumie, dem Fischmonster und Frankenstein –, wird aus ihrem Spiel plötzlich bitterer Ernst. Dracula hat nämlich einen Plan: Mithilfe eines mystischen Amuletts will er ein uraltes Portal öffnen, das die Erde ins absolute Chaos stürzen würde. Nur die Kinder wissen, was da vor sich geht – und sind damit die einzige Hoffnung, das drohende Unheil aufzuhalten.
Mit Hilfe von Van Helsings Nachfahren, viel Mut, handgeschmiedeten Silberkugeln und einem selbstgebastelten Waffenarsenal stellen sich die Kids der Monster-Armee entgegen.
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Meine Meinung
Monster Busters ist für mich ein echtes Stück Kindheitskino – ein Film, den ich immer wieder auf VHS geschaut habe, ohne dass er mich je wirklich gegruselt hätte. Stattdessen war er einfach cool, abenteuerlich, witzig und auf eine kindgerechte Weise spannend.
Der Film liefert all das, was man an den 80er-Jahren liebt, handgemachte Effekte, echte Masken und Make-up-Kunst, eine Coming-of-Age-Story mit Herz und eine kleine Heldengruppe, die man einfach ins Herz schließen muss.
Besonders gelungen ist die Dynamik zwischen den Kindern – das wirkt wie eine bunte Mischung aus Stand by Me, The Goonies und ein bisschen ES (natürlich die 80er-Version). Die kleinen Momente, wie die Beziehung zur kleinen Schwester oder das vorsichtige Anfreunden mit Frankenstein, sorgen für emotionale Tiefe, ohne jemals zu kitschig zu wirken.
Die Effekte sind für ihre Zeit wirklich beeindruckend. Die Monstergestaltungen sind liebevoll und teils richtig aufwendig, vor allem wenn man bedenkt, dass alles noch praktisch und ohne CGI gemacht wurde. Auch das Finale mit der Waffenschmiede-Montage, dem selbstgebastelten Arsenal und den silbernen Kugeln ist ein Highlight – genau das, was man als Kind sehen will.
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Fazit
Monster Busters ist ein kreatives, herzerwärmendes Creature Feature für Kinder – und für alle, die es im Herzen geblieben sind. Die Monster sind kultig, die Kinder sympathisch, die Stimmung wunderbar nostalgisch. Der Film ist nicht übermäßig gruselig, aber voller Charme, Abenteuer und guter Laune. Und: Er hat sich diesen besonderen VHS-Zauber bewahrt, den man heute kaum noch findet.
Ein kleiner, vergessener Schatz für Fans von 80er-Kindergrusel mit Kultmonster-Charme.