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Wie immer zeitgleich erscheinen THE ASYLUM's Mockbuster mit den geliebten Vorbildern. Hier ist es AFTER EARTH und in Kenntnis der Vorlage muss ich ohne Ironie feststellen, dass AE: APOCALYPSE EARTH aufgrund der deutlich geringeren Erwartungen und der charmanten Umsetzung mit viel Trashherz mich deutlich besser unterhalten hat als AFTER EARTH. Es gibt Action von der ersten Minute an und dies wird über die gesamte Laufzeit von rund 90 Minuten durchgehalten. Die Schauspieler als auch die Deutsche Synchronisation sind beileibe nicht so schlecht wie die Herkunft des Machwerkes andeutet.

Die Effekte sind es allerdings, aber wer jetzt wieder schreibt "ist ja schlechter als das Original" oder "der schlechteste Film der Welt" sollte nicht immer seine Filme nach Titeln, Covern oder auf dem Supermarktgrabbeltisch kaufen ohne sich vorher mal 30 Sekunden im web über sein potentielles Kaufobjekt zu informieren. Jedem wäre sofort klar, dass wir es hier nicht mit einer bisher unbekannten Science-Fiction Blockbuster Produktion zu tun haben. Schon am Anfang spielt AE: APOCALYPSE EARTH all sein Herzblut und seinen Trashcharme in einer gelungen Massenszene beim einsteigen in das Raumschiff "Albert Einstein" aus. Später landet man auf einem außerirdischen Planeten und muss dort mit den Eingeborenen um das Überleben kämpfen.

Die grob gepixelten CGI Explosionen zeugen klar davon, dass hier ein Filmbudget eingesetzt wurde, dass nicht einmal gereicht hätte um im Original das Mittagessen von Will Smiths Sohn in einer Drehpause in AFTER EARTH zu finanzieren. Von der ersten Minute an geht es rund und die Mischung der Wesen in AE: APOCALYPSE EARTH könnte bunter nicht sein. Es gibt Wesen die sich unsichtbar machen können und von denen man nur die Konturen sieht wie PREDATOR, "Eingeborene" erinnern stark an die Navi' von AVATAR und es gibt eselgroße "Spinnenschaben" die ihre groben Pixelbeine unseren Helden entgegenhalten. Verschiedene Völker bewohnen den fremden Planeten und auch hier und da gibt es kleinere Raumschiffszenen.

Natürlich gibt es auch die unvermeidlichen drachenähnlichen Riesendino-Echsen "Dinogator" Marke THE ASYLUM. Sogar pflichtbewusste Androiden wie in STAR TREK oder PROMETHEUS gibt es zu vermelden. Natürlich wird es immer wenn AE: APOCALYPSE EARTH versucht ernsthaft zu werden, angedeutete philosophische Aussagen seiner Vorbilder zu imitieren und versucht die soziologischen Aspekte von AVATAR, der Unterdrückung von Völkern und ähnliches anzusprechen beliebig lächerlich und die dämlichen Dialoge würden Bücher füllen. Auch die Figur des Androiden könnte in seiner schrulligen Trotteligkeit eher TRAUMSCHIFF SURPRISE von Michael - Bully - Herbig entstammen.

Er kann die meisten der Sprüche wie "Hört auf in Angst zu leben. Es ist Zeit zu tun was getan werden muss" usw. für sich verbuchen. Große Goreszenen können nicht vermeldet werden, diese fehlen aber auch nicht. Liebesszenen mit den Eingeborenen, die Sprache und andere Dinge werden genauso von den Originalen übernommen wie die musikalische Untermalung. Aber AE: APOCALYPSE EARTH nimmt sich durchgängig selbst nicht ernst und das macht ihn so amüsant. Der Soundtrack und die Vertonung der Actionszenen sind absolut angemessen und abwechslungsreich gelungen. Wer dies weiß, kann sich auf eine kleine Trashperle freuen die besser den Namen STAR TREK: REVENGE OF THE AVATAR PREDATOR ALIENS erhalten hätte. Enjoy!

5,5/10 Eingeborenen-BHs....äh,....Punkten

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