Review

Als Superhelden-, Horror- und "schräge-Action-Filmfan" muss man schon aus Prinzip einem Film mit dem Titel DIE FANTASTISCHEN FÜNF eine Sichtung verpassen. Auch wenn das mal wieder der dämliche deutsche Titelzusatz eines Films ist der im Original AGENT BEETLE heißt. Und wer das Label GREAT MOVIES kennt darf sich auf eine arge Beanspruchung der eigenen filmischen Schmerzgrenze einstellen. Dabei beginnt das Filmchen noch mit einem Anspruch antäuschenden Zitat von Abraham Lincoln: "Nahezu aller Männer können Not ertragen, aber wenn du wirklich ihren Charakter testen willst, gib ihnen Macht!"

Nach Sichtung des vorliegenden Machwerkes kann ich das eher umformulieren in "wenn du die Geduld von Filmfreunden testen willst, lass sie DIE FANTASTISCHEN FÜNF anschauen…" Die Geschichte bzw. Handlungssimulation des Streifens zwischen Undercovereinsätzen, schrägen Gangstern und sogenannten Superhelden und Schwerverbrechern spottet jeder Beschreibung. Auch für Freunde von Superhelden-Movies ist das Teil nicht geeignet, den der Held "Beetle" ist ungefähr so stark und kämpferisch so souverän wie Du und ich nach 15 Bier im Rahmen einer Kirmesschlägerei.

Wer seinen Freunden mal vorführen will wie schlechter Trash aufgebaut ist sollte zuschlagen. Es gibt weder lustige Brutalität, Nacktheit oder schrägen Humor die uns sonst in diesem Zusammenhang bei Laune halten. Dafür erleben wir unglaubliche Dialoge, eine Synchronisation wie von Alkoholkomapatienten kurz vorm Ableben gesprochen und eine Kampfchoreografie wie von 3-jährigen Vorschulkindern gestaltet. Angelehnt ist dies manchmal ein wenig als Wrestling-Moves die wie von 85-jährigen in nicht einmal für 1% kreativen Superheldenkostümen ausgeführt scheinen.

Oft wird dazu noch eine unscharfe Zeitlupe missbraucht um die "Actionszenen" noch irgendwie aufzupeppen. Regisseur Brett Kelly hat schon einige THE ASYLUM-Label-artige Streifen auf dem Rücken und Titel wie JURASSIC SHARK sagen doch alles. Ich will auch nicht ausschließen, dass unvorstellbar hartgesottene Trash-Freunde dies noch würdigen können, aber DIE FANTASTISCHEN FÜNF hat auch meine sehr flexible Geschmacksgrenze circa 1,5 km unterschritten und kann somit nur für den beliebten Filmfleischwolf empfohlen werden.

2/10 Punkten

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