Chucky is back!
Doch es dauert in der neuen Version Curse of Chucky recht lange, bis die Action um das süße Püppchen richtig startet. Ein gefühlte Ewigkeit werden die Figuren eingeführt. Das Setting des alten Hauses ist super und die Vernetzungen der Figuren sind gelungen. Nur, ob man dafür so viel Zeit hätte investieren müssen. Ich musste mich einige Male ziemlich zusammenreißen, nicht vorzuspulen oder abzuschalten. Trotzdem machen die Darsteller ihre Sache sehr gut, vor allem auch die kleine Summer H. Howell.
Zum ersten Mal spannend wird es bei dem Abendessen, bei dem man rätseln darf, wer denn nun am vergifteten Chili sterben wird. Aber auch das zieht sich ganz schön in die Länge. Aber nicht nur aufgrund der Länge schwächelt die Spannung. Irgendwie kommt nur selten ein echter Gruselfaktor auf, der in diesem Setting sicher hätte deutlich intensiver inszeniert werden können. Wenn Chucky dann mal loslegt, erlebt man auch die Höhepunkte des Filmes. Dazu gehören auch die Anspielungen auf die anderen Teile.
Der Film ist weder Fisch noch Fleisch, weder Grusel noch Splatter noch Horror. Es gibt ein paar nette blutige Effekte, aber ansonsten ist alles doch recht bieder inszeniert, ohne große Überraschungen. Die hat man sich wohl für das Ende der Unrated-Fassung aufgehoben.
So ist Curse of Chucky ein netter kleiner Zeitvertreib für einen verregneten Novemberabend, an dem das Wetter und die ersten Winterdepressionen bereits für ausreichend Grusel sorgen. In Bride of Chucky hat der Humor doch einiges rausgerissen, den man hier wohl wieder raushalten wollte. Der Horror ist aber zu dünnhäutig. Genauso wenig wie Nica die schmerzhaften Schnitte in ihren Beinen fühlt, habe ich den Grusel/Horror/Splatter gefühlt. Leider etwas enttäuschend Chuckys Curse. Dennoch merkte man den Machern die Liebe zu ihrem Baby an, ein großer Pluspunkt. Ihnen fehlte nur etwas Konsequenz oder Mut für einen tollen Film. Curse of Chucky dümpelt zu lange vor sich hin.
5/10