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Chucky gehört zu den Phänomenen wo die Filme eigentlich nicht besonders sind, die Hauptfigur aber irgendwie Kult ist. Das mit der eingeschränkten Qualität kann auch im mittlerweile sechsten Teil nicht abgelegt werden, jener gehört aber auf jeden Fall zu den besseren, und vor allem ohne die zwischenzeitlich zu ausgeprägte Humor-Komponente. Die Handlung spielt zwischen Teil 3 und 4, mit vielen interessanten Verweisen auf die Episoden davor, für Fans also sicher ein Muss. Alle anderen, dies vorher nicht interessiert hat, werden auch jetzt nicht mehr tangiert, mäßig Spannung, mäßig Splatter, mäßig alles.
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Teil 6 schlägt viel ruhigere Töne an als der überdrehte CHUCKY'S BABY und schafft es zumindest, den faden Nachgeschmack, den dieser damals hinterlassen hat, zu beseitigen. Das ist wieder ernster Horror mit echten Spannungsschüben und einer wirklich bösen Mörderpuppe. Brad Dourifs Tochter in der Hauptrolle erweist sich als echte Überraschung; Wenn die es am Ende mit Chucky aufnimmt, dann ist das auf einer gewissen Ebene ein bizarres Duell Vater gegen Tochter. Trotzdem ist CURSE nicht so wild und spaßig geworden wie die ganz alten Teile. Schön, dass Don Mancini seine Liebe zum Gothic-Grusel mal ausleben konnte, doch die Tatsache, dass sich der Film zu 90% in ein und demselben Haus abspielt, ist wohl hauptsächlich auf das winzige Budget zurückzuführen - ebenso wie diverse Längen, weil das Geld für Action und Effekte nicht vorhanden war. Und warum ist Chuckys Gesicht mal so weiblich und dann wieder so teigig?