Eigentlich ist City on Fire ein sehr tragisches und bedrückendes Drama, dass ab und zu durch Aktionsequenzen aufgelockert wird. Der Regiesseur nimmt sich im Mittelteil des Films viel Zeit um auf die Figuren und ihre Bedürfnisse und Ziele einzugehen, was teils etwas langatmig wirkt, aber zur Charkterbildung durchaus funktioniert, denn mit den Figuren kann man sich durchaus identifizieren. Chow Yun Fat gefällt sehr gut in seiner Rolle, genau wie auch Danny Lee als Gangster. Optisch und akkustisch weiß der Film mit vielen atmosphärischen Bildern und Jazz Klängen zu gefallen. Viel Positives wird hier nicht hergegeben. Ein Happy End gibt es für niemanden. Im Großen und ganzen schlittert Chow den ganzen Film lang mehr oder weniger schnell auf seinen Tod zu, ohne den Zuschauer auf ein positives Ende hoffen zu lassen. Die wenigen Aktionszenen sind ansehnlich und optisch cool gemacht. Mit Gewalt wird Asia typisch auch nicht gegeizt. Als Gesamtkonzept funktioniert City on Fire auf jeden Fall, wer auf reines Unterhaltungskino aus ist, wird hier aber kaum bedient. Dafür ist das alles zu ruhig, zu schwer und zu bedrückend.