Ein extrem wichtiger Undercover Agent von Inspector Lau (Yueh Sun) wird enttarnt und grausam hingerichtet. Lau ist wie besessen, eine Diebesbande hochzunehmen, welche vorwiegend Juweliere ausraubt. Beim letzten Überfall mussten auch einige Polizisten dran glauben. Nun zieht Lau seinen letzten trumpf aus der Tasche. Seinen Neffen Ko Chow (Chow Yun-Fat), welcher erst vor kurzem von der Polizei ausschied. Schon öffter war Ko undercover tätig. Ko versucht als Waffenhändler Kontakt zur Bande zu finden, doch der selbstsüchtige Inspector John Chan (Roy Cheung) macht ihm das Leben zur Hölle. Er lässt Ko auf Schritt und Tritt verfolgen und gefährdet damit seine Tarnung. Doch Ko hat in dem Gangster Fu (Danny Lee) einen neuen Freund gefunden. Nun steht der letzte Überfall der Bande bevor, Ko mittendrin.
Nicht durch den irreführenden deutschen Titel "Cover Hard 2" täuschen lassen, denn der hat mit dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1992 überhaupt nichts zu tun. Nur zur besseren Vermarktung wird er als Sequel angepriesen, wobei er in Wirklichkeit "City of Fire" heisst und 1987 abgedreht wurde. Regisseur Ringo Lam (Replicant, Maximum Risk) lässt hier leider nur einen extrem langweiligen Copfilm vom Stapel. Die gängige Story stammt auch aus Lams Feder. Die Dialoge sind hart an der Grenze, mag aber daran liegen, dass die deutsche Fassung komplett verharmlost, wenn nicht sogar verniedlicht wurde. Auf jeden Fall kann man unserer Synchro nur das Prädikat "dämlich" attestieren, gerade Chow Yun-Fats Synchro ist dermaßen schlecht gewählt.
Obendrein scheint die Hongkonglegende hier nicht viel Lust gehabt zu haben. Er kann seiner Figur Ko Chow kaum Ausdruck, geschweige denn Charisma verleihen. Doch auch Danny Lee enttäuscht maßlos. Ihr Zusammenspiel später in Woos "The Killer" war wesentlich besser und intensiver. Auch die restliche Darstellerrige bleibt blass. Anscheinend wurde das Budget teils von einer Zigarettenfirma getragen, denn fast Alle qualmen hier wie die Schlote.
"City of Fire" ist auch Einer jener Filme, die versuchen eine schlappe Story zu kaschieren. Dies geschieht hier durch das Einbringen von massig Charakteren die völlig uninteressant bleiben und das nervige Techtelmechtel zwischen Ko und seiner Freundin Lily, welche von Jessica Chau viel zu überzogen dargestellt wird. Lam vergeudet sehr viel Zeit mit dieser unwichtigen Romanze und strapaziert die Geduld des Zuschauer zusätzlich mit massig Dialogen. Die Action wird völlig vernachlässigt, eigentlich passiert außer dem Showdown so gut wie gar nichts. Die Ermordung des Undercover Agents zu Beginn, der lahm inszenierte Überfall und kleinere Intermezzos reichen in keinster Weise aus, um lückenlos zu unterhalten. Auch das bleihaltige Finale beherbergt nur gängige Action ohne Höhepunkte, Spannung kommt in diesem Machwerk zu keiner Sekunde auf. Von Anfang an ist das Tempo im Keller und kann auch nicht erhöht werden.
Es läuft einfach alles nach dem üblichen Strickmuster ab, selbst die Hongkongkulisse ist von Lam völlig ohne Schauwerte eingefangen, im Score spiegeln sich immerhin ein wenig die 80er Jahre wieder.
"City Of Fire" ist pure Zeitverschwendung und wirklich lahm inszeniert. Die Darsteller machen ausser Zigaretten rauchen nicht viel, die Story ist zu gängig und es fehlt hinten und vorne an Action. Ich kann hier fast nichts gutheissen, eine richtige Belastung stellt ins Besondere die Lovestory zwischen Ko und Lily da. 80er Jahre Hongkongkino auf dem Tiefpunkt. Da muss man Lam schon wirklich ein Lob aussprechen, dass er bei der Arbeit nicht eingepennt ist.