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Während des Zweiten Weltkriegs liefern sich englische Soldaten Kämpfe in einer Oase gegen eine Einheit Rommels, die dabei komplett umkommt. Seitdem ist diese tabu und wird von den Einheimischen gemieden, da dort die verdammten Seelen der Toten ihr Unwesen treiben sollen. Doch ein paar Unerschrockene führt der Weg genau dorthin, denn ein Goldschatz im Millionenwert soll dort ebenfalls verborgen sein. Natürlich werden die rasch von den Zombies gekillt, nur einer überlebt schwer verletzt. Seine Rettung beim Scheich kommt zu spät, doch das ruft weitere Abenteurer auf den Plan und so geht alles von vorne los. Das entspricht alles nicht gerade großem Einfallsreichtum oder gar einem spannenden Ablauf, zumal es die Wüstenumgebung auch schon in anderem Zombieschrott zu sehen gab. Über Sinn und Unsinn der Handlung braucht man beim Meister des schnell abgedrehten Schundfilms nicht weiter nachzudenken, er mußte halt zu allem seine filmische Ergüsse abliefern, egal ob zu Kannibalen, Zombies oder Vampiren. Der kulturelle Unverstand geht auf keine Kuhhaut, wenn die Europäer unvermittelt durch eine betende Gruppe Moslems an einer Moschee stapfen oder der verheiratete Engländer, der die Tochter des Scheichs schwängerte, die bei der Geburt des Sohnes stirbt, für den Scheich noch "ein guter Mann" ist, na das sollte der Jess doch mal ausprobieren, viel Spass. Immerhin passt sich die deutsche Pornosynchro hervorragend dem Unvermögen der Darsteller an, die durchweg mies sind. Auf Nacktszenen verzichtet Herr Franco ausnahmsweise fast gänzlich, die Sleazefanatiker können sich diesen kleinen C-Movie ebenso ersparen, wie Zombiefans. Selten sahen Untote so erbärmlich hergerichtet aus, unter den noch immer adrett sitzenden Frisuren schauen einen Pappmache oder dreckbeschmierte Visagen an. Diese geben zwar immer wieder Anlaß zu hämischem Gelächter (man beachte den Balanceakt mit dem Regenwurm, ähem Oasenwurm, auf der Nase), mehr aber nicht. Nur am Schluß, bei einigen Nachtszenen kommt so etwas wie Atmosphäre auf, auch wenn die finstere Nacht offensichtlich bei strahlenden Sonnenschein gedreht wurde. Was fehlt noch? Ganz genau, Zombies sind blutrünstig und geben der SFX-Crew viel Arbeit. Nicht jedoch hier, das wenige Kunstblut und eine kurze Eingeweideszene sind für Franco zwar schon viel, für den geübten Zombiekenner jedoch kein Grund, bei dieser mal wieder hanebüchenen und langweiligen Inszenierung in Freudentränen auszubrechen.

Fazit: Langweiliger, dümmlicher Zombieschrott. Nur für Franco-Allesgucker erträglich. 3/10 Punkten

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