Irgendwo in der nordafrikanischen Wüste gibt es eine Oase, in der angeblich während des zweiten Weltkriegs ein Trupp von Rommels Soldaten einen Goldschatz versteckt hatte... und genau diesen würde sich der Alt-Nazi Kurt Maitzell nun liebend gernde unter den Nagel reißen. Dazu wendet er sich an den britischen Ex-Soldaten Robert Blabert, der als einziger Kenntnis über die genaue Lage der besagten Oase hat und entlockt ihm die wertvolle Information, bevor er ihn eiskalt um die Ecke bringt, um nicht teilen zu müssen. Den Grusel-Geschichten, die sich die Einheimischen über den besagten Ort erzählen und nach denen die Seelen der Verstorbenen dort immer noch ihr Unwesen treiben, schenkt Maitzell natürlich keinen Glauben, doch an diesen ist tatsächlich etwas dran, denn schon in der ersten Nacht steigen die vergammelten Leichen der damals getöteten Nazis wieder aus dem Wüstensand und machen sich über seine Crew her. Roberts Sohn, der per Telegramm über den Tod seines Vaters informiert wurde, hat derweil auch Wind von dem Schatz bekommen und macht sich gemeinsam mit einigen Freunden auf den Weg zu der "Oase der Zombies"... Dieser Jess Franco-Heuler hatte es damals zur Entstehungs-Zeit aufgrund des "heiklen" (lol!) Themas nicht bis nach Deutschland geschafft und wurde erst ein paar Dekaden später hierzulande nachsynchronisiert auf DVD veröffentlicht... nun ja, man hätte es auch bleiben lassen können, denn so wirklich was von Belang verpasst hat man damals echt nicht! Der Kriegsfilm-Background der Geschichte (hier vertreten durch viel gemopstes Stock-Footage) kann jedenfalls getrost ignoriert werden und dient eigentlich auch nur dazu, ab und zu mal die Kamera auf ein Hakenkreuz draufzuhalten und die armen Statisten, denen man die Grütze ins Gesicht geschmiert hat, zur Abwechslung mal im Wüstensand statt in der Friedhofserde zu verbuddeln... diese haben dann aber leider nur selten ihre großen Auftritte, weswegen "Oase der dümmlichen Knallchargen" da fast schon ein passenderer Titel gewesen wäre. Die wenigen plakativen Horror-Sequenzen wirken hingegen geradezu herzig und dass man es hier mit einem waschechten Franco-Werk zu tun hat, merkt man schon allein daran, dass die Maden-Nazis ihren weiblichen Opfern zuerst mal die Klamotten vom Leib reißen, bevor es ans Filetieren geht. Tja, Schauwerte sind alles und der gestandene Gülle-Connaisseur darf frohlocken! Die Untoten verbreiten dann allerdings doch weniger Angst und Schrecken, sondern nur tödliche Langeweile. Die Inszenierung des Spaniers ist diesmal übrigens besonders mies und unbeteiligt, was sich alleine schon darin äußert, dass die Darsteller zwischen den Flashbacks zur Zeit des zweiten Weltkriegs und den Szenen, die so ungefähr vierzig Jahre später im Hier und Jetzt spielen, nicht merklich gealtert sind... die typischen Kamera-Zooms finden sich hier dafür wieder zuhauf, eigentlich vermisst man hier nur ein paar obligatorische derbe Sex-Einlagen, denn mehr als ein blankes Paar Möpse ist hier nicht drin Als trashige Highlights taugen dafür aber die Make-Up-Effekte der Untoten sowei die lausigste Gedärme-rausrupf-Szene, die man je in einem Zombie-Streifen gesehen hat. Es gibt hiervon wohl mehrere unterschiedliche Versionen für verschiedene Länder oder eventuell sogar noch einen thematisch gleichgelagerten Film mit dem Titel "L'Abîme des Morts Vivants", den Jess Franco in einem Rutsch gleich mit runtergekurbelt hatte, was ziemlich für Verwirrung sorgt... aber wer steigt da schon so wirklich durch die Untiefen des Franco'schen Œuvres mit seinen mehr als zweihundert Schundwerken durch...? Innerhalb des überschaubaren Subgenres von Nazi-Zombie-Streifen siedelt "Die Oase der Zombies" weit, weit unterhalb von Ken Wiederhorns "Die Schreckensmacht der Zombies" und sogar noch ein paar Etagen niedriger als Jean Rollins "Zombie Lake", was doch ein ziemlich starkes Stück ist. Fazit: Taugt (leider) nicht mal als schmuddeliges Schundfilmchen...
2/10