Review

The Orphan ist eine Mischung aus Drama und Thriller, der in seiner Darstellungsweise auch das Horror- und Mysterygenre streift.

Handlung:
Südstaaten,30er Jahre. Für den jungen David bricht eine Welt zusammen als sein Vater stirbt(seine Mutter ist schon tot). Dieser war alles für Ihn , Freund und Vorbild(er war auf vielen Expeditionen und Safaris in Afrika). Neben dem Kindermädchen, zu der er ein (noch) gutes Verhältnis hat, kommt nun auch Tante Martha ins Haus und nimmt einige der Erziehungszügel in die Hand. Neben diesen Personen wohnt auch noch ein Wegbegleiter von David´s Vater(Akim) bei Ihnen(ein Farbiger, den die Tante, leicht rassistisch, auch so behandelt("er kann sich ja im Garten nützlich machen") und versucht ihn von David fern zu halten).  Martha versucht David konservativ zu erziehen, wohingegen er nur mit dem Kindermädchen Spass hat. Akim will David seiner Herkunft( "du bist deines Vaters Sohn") bewusst machen. Und Bill, ein guter Freund seines Vaters macht auf guter Kumpel und verteidigt auch mal Davids Vater gegenüber seiner Tante Martha, die ihn für einen schlechten Vater hält.Durch diese verschieden Ansichten der Erwachsenen(jeder will aus David etwas anderes machen) und seinen eh schon vorhandenen emotionalen Bruch errichtet David in einem ungenutzten Gebäude des Anwesens eine Art Altar mit Gegenständen, die er von seinem Vater bekommen hat( ein ausgestopfter Affe, ein Huhn(lebendig) und anderen Dingen). Dies wird sein Rückzugsort(Kirche?).Tante Martha wirft Akim raus , allerdings soll er vorher das in Tier in Davids "Kirche" (das Huhn) töten. Nachdem David das tote Tier entdeckt, begibt er sich auf einen sehr dunklen Pfad, der von Visionen, Hass und Mord bestimmt sein wird.
Die Wirkung der abartigen Welt der Erwachsenen auf ein Kind, welches eh schon vorbelastet ist.
Mehr möchte ich hier von der Handlung nicht preisgeben, den es gibt noch einiges zu entdecken.

Inszenierung:
Die Darsteller sind überzeugend(ich kenne allerdings nur die deutsche Fassung). Die Musik ist passend, ebenfalls wie die Songs. Es gibt einige sehr hypnotische Momente, zu denen auch die Kameraführung beiträgt.

Fazit:
Ein guter Film, der durch glaubwürdige Charaktere, eine gut gesponnene Handlung und ein paar heftige Goreeffekte punkten kann. Wo bleibt das digitale Release? 
 

PS:
Philip Ridley(the reflecting Skin) hätte diesen Film in den 70ern genauso gedreht. 

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